Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

  • Umfragen

    Sorry, there are no polls available at the moment.
  • Werbung

10 Euro Marketingetat …

Erstellt von gemeinschaft am Freitag 15. Februar 2008

… stimmt zwar nicht ganz, aber Ihre Vorstellung von Marketing und den dazu notwendigen Ausgaben könnten durch die Lektüre des folgend besprochenen Buches schon ins Wanken geraten.

Autor: Bernd Röthlingshöfer
Titel: Mundpropagandamarketing
Untertitel: Was Unternehmen wirklich erfolgreich macht

Erschienen ist das Buch im dtv, wo man in der Reihe Beck-Wirtschaftsberater noch andere handfeste Antworten auf praxisnahe Fragen zusammen getragen hat, die es für nur 10 Euro pro Band gibt.

Bernd Röthlingshöfer arbeitet mit zahlreichen gut ausgewählte Beispielen, die den Leser unabhängig vom Vorkenntnisstand schnell in die Materie hinein ziehen. Die aus Autorensicht offenbar notwendige Wissenschaftstheorie wird nach dem Muster

  • prägnante Überschrift
  • auf den Punkt gebrachte Erklärung in allgemein verständlicher Sprache
  • knackiges Fazit

verabreicht. Das finde ich gut und es hebt für mich hervor, dass es nicht wirklich notwendig ist, sich zu tief mit den vielen Theorien am Markt herum zu plagen. Vielmehr kommt es immer wieder auf die Antwort folgender Frage an: Wie nutze ich das am besten für mein Unternehmen?

Bezeichnend und überzeugend zugleich finde ich, wie das prominente Beispiel des Saftblogs eingeflochten wird. Zuerst gab es dort den Blog, dem ein Onlineshop folgte. Dieser generiert inzwischen 4% des Umsatzes und insgesamt sind seit Start des Blogs 30% Umsatzplus erzielt worden. Schön ausgewählt finde ich das dazu gesellte Zitat vom Geschäftsführer Jörg Holzmüller der Saftkellerei Walther: „Früher ging man auf den Hof, um mit Kunden, Lieferanten und anderen zu reden. Heute geht man ins Web und bloggt.“

Unter Auslassung nachrangiger Dinge, die auch noch in einer Rezension stehen könnte, biete ich mein Fazit an: Allein die Liste der „Elf Gründe, warum Sie bloggen sollten“ ist aus Sicht des Businessblogbringers den Buchpreis wert.

Eine kleine Frage – mit Pointenversuch – jedoch bleibt noch an Bernd Röthlingshöfer: Will er mit dem für meinen Lesegeschmack harten Übergang vom letzten Kapitel zu den Literaturhinweisen das liber interruptum schaffen oder niederschwellig an die Missing Manuals Reihe vom Verlag O´Reilly anknüpfen? Wenn das mal kein Grund unter Rezensenten und anderen ist, darüber zu reden. oops, die nächste Mundpropagandawelle…

Verwandte Beiträge