Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

1.195 Journalisten zu Web 2.0

Erstellt von gemeinschaft am Freitag 20. Juli 2007

Seit diesem Bericht erhalte ich in lockerer Folge E-Mails der flotten Tochter der guten alten Tante dpa, die da news aktuell heisst. Und in der letzten Nachricht verwiesen Sie auf eine eigene Studie mit dem mich ein wenig erstaunenden Titel media studie 2007: “2.0 und dann? Journalismus im Wandel”. Immerhin wird damit für ein paar ganz verbohrte Nichtweiterentwicklungswoller und Internetverweigerer der – nennen wir sie mal liebevoll noch klassischen – Medien schon mal auf den Strick eines zukünftig möglicherweise energischer erklingenden Totenglöckleins gezeigt.

Zur Darreichungsform der destillierten Erkenntnisse aus 1.195 Journalistenköpfen soviel: Jede der 14 Infomationseinheiten ist über einen eigenen Link abrufbar und damit auch für Diskutanten schickerweise einzeln referenzierbar. Es wird aber auch für den Freund vollständiger abgeschlossener Dokumente eine .pdf Datei der gesammelten Ergebnisse angeboten. Zur vorgestellten Studie geht es hier. Ein wenig schade finde ich, dass man nicht vor Ort kommentieren kann. Aber das kann ja an diesem Blogbeitrag genauso gut gemacht werden. Und dazu lade ich jeden herzlich ein.

Neben der Tatsache, dass es nun ein paar handfeste Zahlen aus einer bestimmte Richtung mit bestimmten Interessen zwischen gefühlt viel Bewahrung und sanfter Modernisierung gibt, bleibt aus meiner Sicht ein Grundproblem “zwischen Klassik und Internet” bestehen: Es wir mal wieder über Blogs, Podcasts und deren Macher geredet aber nicht mit ihnen. Wäre es vielleicht zu stemmen, dass die Businessblogger-Gemeinschaft den Spieß umdreht und mal die alten Medien einem ähnlichen Screening unterwirft? Nur so ein Gedanke, falls da jemand ganz dingend ein Thema sucht, was mindestens für ein paar Diplome vielleicht sogar eine Dissertation gut sein könnte…

P.S. Einen geistig verwandten Artikel habe ich übrigens hier im upload Magazin gefunden, dessen vergleichende Lektüre ich sehr empfehlen kann. Ich war ehlich gesagt zu faul, alles zu lesen, traue aber Jan Tißler als bewährter Quelle, der oft ein Händchen für Relevantes hat.

P.P.S. Für bestehende und zukünftige Kunden von bblogs.de sehe ich – die Zusammenhänge stark verdichtend – bestätigt, dass Businessblogs raus aus dem Exotenkabinett weniger Eingeweihter sind und in den Geschäftsalltag gehören. Das finde ich gut im Sinne demokratisierter Selbstveröffentlichungsmöglichkeiten auch für knappe Budgets!

Nachtrag 1
Die Journalistin, Buchautorin und Bloggerin Simone Janson hat sich auf berufebilder.de in diesem lesenswerten Artikel auf meinen Beitrag bezogen. Danke dafür.

Nachtrag 2
Nur wenige Wochen später veröffentlicht der Deutsche Fachjournalisten-Verband (DFJV) ein Papier “mit zehn Thesen zum Verhältnis von Weblogs zum klassischen Journalismus”. Meine Wertung und den Link zum Thesenpapier finden Sie hier.

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