Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

About Blogger

Erstellt von knutpankrath am Samstag 25. September 2010

Unter dem Titel About Blogger veranstaltet Writesupply eine Blogparade. Auf seinem Blog können Sie den Aufruf dazu lesen. Und nun folgt mein Beitrag zur Blogparade:

  1. Warum bin ich Blogger geworden?
    Ich habe vor etwa 5 Jahren Christian Fenner kennengelernt, der mir die Möglichkeiten zur Selbstpublikation ohne Einmischung durch Dritte sowie eine Reihe anderer positiver Eigenschaften von Blogs gezeigt hat. Das war mein Zündfunke fürs Bloggen. Und mitzuteilen habe ich eigentlich fast immer etwas.
  2. Was bedeutet es mir ein Blogger zu sein?
    Ich mag es, Teil des Umbruchs der Medien zu sein statt nur darüber zu lesen. Ich bin lieber auch schreibender Produzent als nur lesender Konsument. Außerdem bin ich keiner definierten Instanz Rechenschaft über Themenwahl, angeschlagenen Ton oder Frequenz meiner Beiträge schuldig. Ich kann mich mit Lesern und anderen Bloggern über genau die Dinge zeitnah austauschen, die so wichtig sind, dass sie das Gezwitscher der Echtzeitmedien wie facebook oder twitter überdauern könnten.
  3. Was möchte ich anderen mit meinem Blog mitteilen?
    Nach Umwegen habe ich dazu gefunden, mich als EIN Mensch mit privaten wie geschäftlichen Rollen zentral im Blog darzustellen. Ich nutze dabei einerseits die Chance, meine Erfahrungen und Kompetenzen als Dienstleister so auszubreiten, dass der nächste Kunde auf mich zukommen kann, wenn er sich angesprochen fühlt. Andererseits nutze ich die zunehmend größere Reichweite meines Blogs auch dazu, mich in meinem Lebensumfeld einzumischen und Gespräche und Vernetzungen anzustoßen. Als Vater, Quartiersrat und Läufer gehen mir auch für den eher privaten Teil des Blogs die Themen nicht aus.
  4. Welche Blogsoftware nutze ich und warum genau diese?
    Ich nutze Wordpress mit einer Hand voll plugins. Freie Software scheint mir an dieser Stelle die beste Möglichkeit zu sein, ein zukunftsfähiges System zu haben. Ich mag außerdem den kolaborativen und kleinteiligen Ansatz für die Entwicklung von plugins. Was sich bei den Nutzern bewährt, setzt sich durch und wird weiter geführt. Und es kann jeder mitmachen, der der Gemeinschaft etwas zurückgeben will, nachdem die meisten durch die Nutzung freier Software einfach nur profitieren.
  5. Wie wird die Bloggerwelt meiner Meinung nach in 5 Jahren aussehen?
    Ich erwarte eine weitere Ausdifferenzierung z.B. zwischen Hobbyseiten und denen mit ernsthaftem ökonomischem oder politischem Interesse. Im Hobbybereich wird es erfahrungsgemäß lauter, bunter und verspielter zugehen. Die Blogs mit höher definiertem Anspruch werden professioneller in Recherche, Produktion, Erreichung ihrer Zielgruppen und Vermarktung werden. Und es wird keine besonders große aber doch eine Gruppe von Bloggern geben, die von ihrer Inhaltsproduktion leben können.

So weit meine 5 Cent zum Thema. Kommentare, Rückfragen wie immer gern…

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5 Kommentare zu “About Blogger”

  1. Moabiter Ritter sagt:

    Von der unterhemdtragenden Nichtinteressengruppe – die den Beginn des dritten Jahrtausends der revolutionierten Welt vor der plakatähnlichen TFT-Wohnzimmerlampe aussitzen wird – mal abgesehen
    denke ich, wir brauchen für den privaten Blogger bereits wieder etwas neues. Die Blogosphäre sollte eben genau den produktiven Denkern, Tüfltern und Schraubern überlassen bleiben. Alternativ dazu böte sich ein Siegel an, das auch bei Suchergebnissen den Buchstabenschrott herausfildert.
    Ich denke an all die Linuxer, die mal eben nachts um 3 Uhr über ein Mailserverproblem hinweghelfen, die Autoschrauber, die Bauteile finden, die Hardwareschmiede, die wissen, wie man eine WLAN-Karte austauscht, die unter dem Notebookmainboard versteckt ist… ich denke an die, die ihre wissenschaftlichen Forschungen und Umfragen nicht erst in Ärzteblätter tippen lassen, sondern sofort den Kommentaren von versierten Kollegen unterziehen. Ob sich hier nicht auch eine politische Meinungsfindung herausbilden ließe… und bald eine Partei die Alten Großen überwindet (vieleicht ist es aber auch noch zu früh am Abend für solch Euphorie).
    Mein Fazit: Das Sinnbloggen wird einer gewissen Lebensart überlassen bleiben, die allerdings alle Gesellschaftsschichen übergreift. Warum? Weil die Unblogger und Nichtblogger ebenfalls in allen Schichten zu finden ist. Damit wird es in der Blogoshpäre eine eigene Klassengesellschaft geben: Sinnblogger und die anderen.
    Meine Forderung: Es sollte ein Format für wissenschaftliches Bloggen geben. Einen Vorschlag dazu finden wir hier oben.

  2. Tivar sagt:

    Vielen Dank für die Teilnahme. Ich nutze soweit es geht auch lieber Freie Software. WordPress ist ein wunderbares Beispiel wie gut die Idee die dahinter steckt funktioniert und ich bin der Meinung das solchen Projekten viel mehr Aufmerksamkeit gegebn werden sollte als es momentan der Fall ist.

  3. Tivar sagt:

    Etwas Ähnliches wie ein Siegel gibt es doch bereits. Den Pagerank. Wer viele gute Artikel über sein Fachgebiet schreibt bekommt automatisch auch viele Backlinks von Besuchern oder anderen Blogs die zu diesen Artikeln verlinken oder vielleicht sogar den ganzen Blog vorstellen.
    Bei einem richtigen Siegel würden sich die Fragen stellen nach welchen Kriterien dieses Siegel vergeben werden soll und wer besser bewerten kann als tausende ehrliche Leser.

  4. knutpankrath sagt:

    Die von mir erwartete Professionalisierung nicht notwendigerweise eine von Siegeln und Zahlen dominierte. Es kann durchaus sein, dass es Qualitäts- und Sinnblogs geben wird, für die sich nur ein paar Hände voll Menschen interessieren. Je nach Thema kann das aber sehr ergiebig sein und die Entwicklung von Dingen verändern oder einfach transparent begleiten. Wissenschaftler, locker organisierte Kampagnen z.B. sind oft in Nischen unterwegs, in denen sie sich wirklich auskennen.

  5. Ergebnis der Blogparade sagt:

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