Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Achtung: nicht-redaktioneller Inhalt

Erstellt von gemeinschaft am Donnerstag 20. März 2008

Mein morgendliches rss-Prüf-Auge blieb in einem mediacoffee Beitrag von Klaus-Peter Frahm an der Vokabel “nicht-redaktioneller Inhalt” hängen, die mir den Tag lang nicht aus dem Kopf gegangen ist. Bin ich der einzige Businessblogger, der sich im Zusammenhang mit diesen Aussagen fragt, wie das wirklich gemeint ist?

  • Ist eine mitschwingende Konotation nicht die, dass nicht-redaktioneller Inhalt etwas minderwertiges sei?
  • Erhöht das nicht – gewollt oder ungewollt – redaktionell gebundene Inhaltsproduzenten gegenüber anders organisierten?
  • Gewinnen nicht seit Jahren gegenüber Print, Bewegtbild und in der Sprachübertragung die sogenannten nicht-redaktionellen Inhalte in Blogs, Podcasts und Videocasts auch in hohem Maße, weil die herkömlichen vermeintlichen Qualitätsprodukte Zeitung, Radio, Fernsehen z.B. unter galoppierenden Fehlerzahlen wegen Aufgabe einer echten Schlußredaktion oder eines vernünftigen Lektorats, Inhalten vorbei an den wahren Interessen der Rezipienten und anderen systemimmanenten Mängeln leiden?
  • Wählen nicht inzwischen immer mehr Veröffentlicher freiwillig und bewusst den Weg heraus aus den Zwängen einer Redaktion, um sich nicht mit leicht verdaulichem Mainstream sondern mit persönlich als relevant eingestuften Themen auch kleingranularer Natur beschäftigen zu können?

Es ist nicht nur Stilmittel, dass ich hier Fragen gestellt habe. Ich habe die Antworten nicht und hätte sie gern. Außerdem trage ich gern dazu bei, dass es einen Austausch von verschiedenen Vorstellungen gibt, indem Aussagen verschiedener Quellen für den Leser hier zusammen laufen.

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2 Kommentare zu “Achtung: nicht-redaktioneller Inhalt”

  1. KPF sagt:

    Kann sein, dass das so rüberkommt, gemeint habe ich das jedenfalls überhaupt nicht so. Im Gegenteil, ich habe versucht, einen möglichst wertfreien Begriff zu finden, der zwischen Medien mit bezahlten Redaktionen und solchen, die redaktionell ungebunden sind, unterscheidet: redaktionell und nicht-redaktionell halt. Das sind ja nun mal zwei bestehende Modelle, die man irgendwie benennen können muss. Im Grunde eindeutig und einfach.

    Schwieriger wird es, wenn es um die Benennung der Mischformen geht, die sich entwickelt haben und noch entwickeln werden, also wenn z.B. redaktionell erstellte Inhalte von (im klassichen Sinne) nicht-redaktionellen Gruppen oder Mechanismen veredelt, weiter entwickelt werden. Oder umgekehrt. Entdecken, untersuchen, produzieren, filtern, gewichten, moderieren, alles Bereiche und Aufgaben, die sich immer mehr verteilen werden. Und darüber freue ich mich. Wirklich.

  2. Knut O.E. Pankrath sagt:

    Ihre Erklärung klingt für mich verständlich und ausgesprochen begrüßenswert, Herr Frahm.

    Ich finde es “aus der Blogger Richtung kommend” übrigens auch spannend, wie die jeweils im Geiste offenen unterschieldicher publizistischer Lager aufeinander zugehen und miteinander umgehen. Wenn in beiden Lagern die Betonköpfe zur Seite geräumt oder schlicht als Relikte irgendwo vergessen worden sind, wird die Medienlandschaft nach meiner Vermutung eine verjüngte und bessere sein.

    Übrigens nehmen Sie es mir bitte nicht krumm, dass ich die Vorlage des von Ihnen verwendeten Begriffs dringend in eine knackige Überschrift verwandeln musste. Auch das will geübt sein, wenn man seine Leser gleichzeitig informieren UND unterhalten will.