Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Arbeitsorte

Erstellt von knutpankrath am Samstag 17. Januar 2015

Als Angestellter habe ich bereits an mehr Adressen gearbeitet, als ich private Meldeadressen hatte. Ich habe diese Orte einfach mal aufgelistet und mir diese Liste ein wenig angeschaut. Zu den meisten Orten fallen mir recht spontan ein paar Schlaglichter / Anekdoten ein, die ich ohne tieferen Sinn erzähle. Wird mir bestimmt Spaß machen, das in ein paar Jahren erneut zu lesen. Vielleicht haben Sie ja auch Spaß daran?

Kantstraße / Charlottenburg

Am ersten Tag meiner Arbeit bei UniWare zog das Unternehmen aus der etwas abgelegenen Wittestraße in Tegel in die zentral gelegene Kantstraße im damals noch geteilten Berlin. Das Gebäude hatte weit vor unserer Zeit einmal die Weltbühne u.a. mit Kurt Tucholsky beherbergt. UniWare war in einigen Dingen der Zeit voraus. Das hieß noch nicht Venture Capital, aber wir hatten welches. Das hieß auch noch nicht Nerd, aber bei uns liefen schon Menschen unterschiedlichster Kompetenzmixe herum, von denen sehr viele auch nach dem Ende des Unternehmens intressante Wege gegangen sind. Ich vermisse diesen Mix heute noch zuweilen. BJU Triathlon mitgemacht, ein Kollege ausgebildeter Opernsänger, erstes berliner Ost-West Joint Venture im Softwaremarkt, …

Innsbrucker Platz / Schöneberg

Logibyte. Pfannstiels Logibyte. Erste Chefin, erstes Assessment Center. Erstmals Kollegen gehabt, der gleichzeitig 3 oder 4 Telefonleitungen gezogen und zuweilen alle Gespräche zu irgendeinem sinnigen Ende gebracht hat. Ich fand das völlig irre. Ich kam halt aus dem Geschäftskundenvertrieb mit höheren Summen, während im Massengeschäft mit vielen Kunden und kleinen Beträgen auch schon mal was schiefgehen durfte, ohne dass es sofort böse Auswirkungen hatte. Warum allerdings diese hässliche verkehrsdurchwaberte Kreuzung Platz heißt, hat sich mir damals nicht erschlossen.

Hildegardstraße / Wilmersdorf

Wittgen Moderne Medien. Schneidplotter, Folien, Schilder, Planen, Beschriftungen. Die Straße war echt gemütlich mit vielen kleinen Läden, Kitas und aufgrund ihrer Enge meist vergleichsweise ruhig. Ein schöner Ort, bei dem auch der Empfang der bunt gemischten Kunden von Bau bis Management irgendwie familiär wie in einem Dorfladen möglich war. Ich erinnere mich gern an einen nahegelgenen echten Bäcker, den es wohl heute noch gibt. Lecker Prasselkuchen.

Schlüterstraße / Charlottenburg

Meine Mitwirkung an der Ausgründung von PowerNow aus Klopotek und Partner war eine turbulente Zeit. Schlüterstraße fast Ecke Kurfürstendamm fand ich damals drollig. Dieser Mix aus Shoppingmeile und dem neue entstehenden Wohlstand durch die Softwareindustrie, die auch an so teuren Adressen leben konnte, war schon seltsam. Nette kleine Story am Rand: Unser Firmenschild war schon in gelber Schrift auf schwarzem Grund angefertigt, bis wohl die Hausverwaltung intervenierte, weil das so nicht ginge. Äh, ja.

Wiesenweg / Steglitz

Hartung und Partner mit dem Mix aus Software- und Hardwaregeschäft hatte im Wiesenweg einen rustikaleren Firmensitz. Industriegebiet mit Baumarkt und BSR als Nachbar. Besonders einseitig war das Angebot für die Mittagspause. Eine Currybude mit einem sagen wir mal sehr traditionellen Angebot, wo gefühlt alles bis auf die Getränke durch die Friteuse musste. Lecker ist anders.

Charlottenstraße / Mitte

Yeah, erstmals ist mein Dienstsitz die Stadthälfte, in der ich nicht geboren bin. Bei space2go in der Charlottenstraße war ich bei der nächsten Welle von start-ups angekommen. Nicht mehr UNIX, C und strukturierte Programmierung sondern Internetdienst. Kunden von Anfang an auf der gesamten Welt. Kollegen aus verschiedenen Ländern und Kulturen. Wenn mensch die Leipziger Straße westwärts fährt, wird die Leipziger an der Charlottenstraße enger. Führe man geradeaus, rumste man direkt in das Gebäude, in dem ich gearbeitet habe. Der Blick auf die Leipziger Straße war schon interessant, wenn auch selten Zeit für diesen Blick blieb. Die kulinarische Versorgung dort ist bestens, wenn auch eher ein Problem im Sinne gesunder und figurerhaltender Ernährung.

Hegelplatz / Mitte

Bei der Arbeit für m2 Consulting stand zwar der Hegelplatz nahe S-Bahnhof Friedrichstraße im Vertrag, aber so oft war ich da nicht. Vielmehr lag der Einsatzort in Wolfsburg. Ich gestehe, dass die Arbeit spannend aber nicht der Höhepunkt war. Der Star dieser Station war die Currywurst. Also die offizielle Volkswagen Kantinencurrywurst. 8-)

Chausseestraße / Mitte

upnext ltd. im Hof. Ein Laden voll sehr junger Leute, alles voll mit MACs und die Hauptsprache auf der Straße schien mir englisch zu sein. Die Ecke dort hat etwas artifizielles für mich. Es scheint, dass einiges so schnell entstanden ist, dass es nicht so recht gewachsen wirken will. Die ewige Baustelle Invalidenstraße hat mit dafür gesorgt, dass es es auch schon mal lauter und pulsierender ist, als man sich das für strukturiertes Arbeiten wünschen mag.

Hier geht es zum Lebenslauf zu diesen Stationen. Falls Sie sich dafür interessieren.

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