Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Arme Ritter prima selbst jebrutzelt

Erstellt von knutpankrath am Mittwoch 2. November 2011

Mit dem zweiten Teil der Überschrift habe ich ja schon verraten, dass wir nicht über kampfwillige Männer in Blechdosen aus dem Mittelalter reden. Sondern über Lebensmittel. Und zwar über solche, die in manchem Haushalt auch schon mal weggeworfen werden. Das muss oft nicht sein.

essen

her mit dem leckeren Leben

Essen und genießen ist – Obacht liebe Eventgastronomie – keine Frage des Preises oder exotischer Zutaten. Vielmehr hat es etwas mit Erfahrung, Phantasie und ein wenig Geschick zu tun. Mein Ausgangsmaterial bestand aus einigen Scheiben sagen wir mal mehrheitlich als trocken geworden wahrgenommenen hellen Brots von einem ordentlichen Bäcker. Damit meine ich einen soweit handwerklich arbeitenden Bäcker, der mehr als eine Aufbackstation für lieblose Industriefluffen sein will. Brote mit richtiger Kruste, Brötchen, die man wirklich mit Vergnügen zubereitet und isst.

Dazu habe ich in einem tiefen Teller ein Ei mit einem guten Schuss Milch durchgequirlt. Ohne Kenntnis eines Rezepts habe ich eine Schätzung versucht, wie viel Flüssigkeit die Brotscheiben in etwa aufsaugen können. Denn der Eiermilchmix und die darin eingeweichten Brotscheiben sind bereits der schwierigste Teil der leckeren Resteverwertung. Pfanne auf 1,5 von 3 Stufen, eine ordentliche Flocke Butter rein und die Brotscheiben hinein. Nach einiger Zeit sagte mir die Nase schon, dass alles gut wird. Gelegentliches Wenden mag den zur Aktivität neigenden Koch beruhigen. Einmal reicht aber auch, wenn man den Zeitpunkt kennt.

Auf den Teller gepackt, ein aus Gründen des Selbstschutzes zensiertes Maß Zucker und Zimt über die Bratlinge und fertig ist ein leckeres süßes und trotzdem kräftiges Frühstück. Natürlich kann man auch Marmelade, Honig, Rübensirup oder Ahornsirup zum Süßen nutzen.

Hoppala. Blogpost fertig. So einfach geht das … 8-)

So sah die größte Scheibe vor der Veredelung mit Zucker und Zimt aus:

armer Ritter

armer Ritter, noch ungesüßt

So gesehen freue ich mich schon auf das nächste helle Brot, das die Familie nicht aufessen mag und Sie wissen nun, warum das so ist.

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