Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Auskunftskultur Tiefbauamt Berlin-Mitte

Erstellt von knutpankrath am Donnerstag 1. Dezember 2011

Ich hatte mich als Kontroversenblogger im verlinkten Blogbeitrag mit einem Gehwegschaden Berlichingenstraße Ecke Wittstocker Straße beschäftigt.

Am 23.11. verständigte ich erneut die zuständige Stelle und bat um Auskunft ob geplanter Schritte.

Ich erhielt eine ausführliche Auskunft. Ich teile nicht alle den Sachverhalt bewertenden Positionen darin, finde die Art des Umgangs zwischen Amt und Blogger  jedoch sehr angenehm. Das Amt löst – auf seine mir etwas fremde Art – Probleme und ich berichte. Mit dieser Arbeitsteilung können hoffentlich alle leben.

Die Antwort auf meine Anfrage:

Sehr geehrter Herr Pankrath,

vielen Dank für Ihren erneuten Hinweis auf eine Schadenstelle in der Berlichingenstraße Ecke Wittstocker Straße. Ich habe die Schadstelle durch meinen zuständigen Bezirksingenieur begutachten lassen. Zum derzeitigen Zeitpunkt lässt sich noch keine eindeutige Ursache dafür erkennen warum der Schaden wiederholt auftritt. Allerdings lassen sich auch keine eindeutigen Hinweise darauf erkennen, dass es einen Schaden im Untergrund gibt, der für die wiederauftretenden Schäden ursächlich ist. Hier sei angemerkt, dass für diesen Fall ein Einbruch des Untergrundes vorhanden sein müsste, der das nachsacken der Mosaiksteine bedingen würde. Dies ist dort nicht feststellbar, vielmehr fehlen die Steine. Um der Schadensursache weiter auf den Grund zu gehen bedarf es noch weiterer Untersuchungen. So haben wir derzeit die Stelle geschlossen und durch eine Absperrung vor Verkehrsbelastungen geschützt. Somit soll geprüft werden, ob der Schaden auch ohne mechanische Einwirkungen von oben entsteht. Dies wäre ein sicheres Zeichen die Ursache im Untergrund zu vermuten und würde eine kostspielige Aufgrabung rechtfertigen.
Die Stelle befindet sich deshalb derzeit unter regelmäßiger Kontrolle. Sollte der Schaden trotz des vorher beschriebenen Schutzes vor machnaischer Beanspruchung erneut auftreten werden wir die Aufgrabung und tiefgründige Untersuchung des Untergrundes veranlassen.

Dass ich ein paar verzeihliche Rechtschreibfehler im Zitat nicht korrigiert habe, ist übrigens kein böser Wille. Zitate werden für meinen Geschmack nicht verändert.

Und die Absicherung gegen mechanische Belastung, an die als Ursache ich nicht glaube, sah am 29.11. so aus:

Deckel drauf

Klappe zu. Affe tot?

Ich bin ja gespannt, wie es weiter geht. Insbesondere, wenn es mal wieder regnen sollte. Anmerkung: Das rot-weiß gestreifte stangenförmige Objekt, welches normalerweise in der grauen Halterung steckt, habe ich nicht entnommen. Es lag leider in Sichtweite herum. Ich würde mir wünschen, dass Mitbürger welchen Alters und welcher Herkunft auch immer solchen Unfug unterließen. Das Ding soll vor einer möglichen Gefahrenquelle warnen und nicht dem Aggressionsabbau im öffentlichen Gelände dienen.

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