Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Barcamp Lehren

Erstellt von gemeinschaft am Sonntag 4. November 2007

Der Inhaltsteil des berliner Podcamp2 / BarcampBerlin2 ist nunmehr Geschichte und wird Blogs, Wikis, flickr und andere Plattformen um Inhalte unterschiedlicher Güte erweitern. Zu den von mir besuchten einzelnen Vorträgen / Workshops / Slots / Sessions möchte ich mich nicht im Detail äußern. Sie waren alle interessant für mich und hatten bezüglich meiner Neugierden und Interessen jeweils einen unverwechselbaren Stellenwert. Das muss reichen.

Fehlen darf auf keinen Fall der ausdrückliche Dank an das fleissige Organisationsteam, das es geschafft hat, unter Mithilfe zahlreicher engagierter Sponsoren die Veranstaltung direkt in das Bugwasser der Web 2.0 Expo Berlin zu planen, so dass das Flair sicher internationaler als sonst üblich war und die Teilnehmerzahlen wohl auch rekordverdächtig.

Was kann nun der lernen, der nicht dabei war? Und warum rate ich dazu? Ohne Anspruch auf Vollständigkeit und zunächst ungewichtet fallen mir die folgenden Punkte ein.

  • Auch mit relativ wenig Vorlaufzeit lässt sich eine indoor Veranstaltung mit Bedarf an zahlreichen Vortragsräumen für mehrere Hundert Leute hinzaubern, wenn das den Wille einer ausreichenden Masse repräsentiert.
  • Auch über 300 gleichzeitig anwesende Leute können sich dank bewährter Spielregeln selbst organisieren und Ressourcen wie Räume, Rechner und Beamer im Stundentakt so aufteilen, dass jeder zu Wort kommt, der etwas beizutragen hat. (Bild unten!)
  • Extreme Kundenfreundlichkeit. Wegen internationaler Gäste wurden die Vortragenden gebeten, jeweils die Zuschauer zu fragen, ob jemand kein deutsch spricht und dann die Session in englisch zu halten. Das ging einfach so. Na ja, meistens…

Im Original sind die weissen Flächen des unten stehenden Bildes DIN A4 groß und je nach Geschmack des Vortragenden steht da der Titel, vielleicht noch Name oder Firma drauf und fertig ist ein Programm, das manche Konferenz in den Schatten stellt.

(Das Original dieses Bildes habe ich hier bezogen und hoffe, dass der Fotograf Frank Hamm damit einverstanden ist.)

Warum rate ich dazu, sich solche Techniken anzuschauen? Es handelt sich um offensichtlich erfolgsrelevante Veranstaltungen für Unternehmen, die ihre Nasen ganz vorn im Innovationswind haben. Somit ist es von der Ausbildung und anderen Voraussetzungen eine gewisse Leistungselite, die sich gemeinsam auf diese Regeln geeinigt hat. Daraus wachsen tendenziell Energien und Verbindungen, die ein hierarchisches Entscheidungssystem eher nicht fördert. Können Sie daraus Lehren für Ihre Organisation oder Pläne ziehen?

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Ein Kommentar zu “Barcamp Lehren”

  1. Frank Hamm sagt:

    Ja, ich bin einverstanden – schließlich geht es ums BarCamp ;-)

    Und ich stelle grundsätzlich meine Bilder und Inhalte under Creative Commons :-)