Knut Pankrath

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Beitrag zur Blogparade #bloggenohneblog

Erstellt von knutpankrath am Freitag 15. Januar 2016

Über meine Timeline wurde ich auf die von Meike Leopold initiierte Blogparade “Erfolgreich Bloggen ohne eigenes Blog?” mit dem Hashtag #bloggenohneblog aufmerksam.

Da ich seit 2007 mit unterschiedlichen Intentionen blogge, habe ich Dinge kommen und gehen sehen und eine gewisse Gelassenheit entwickelt, wenn mal wieder das Ende von Blogs verkündet wird, weil andere Themen wohlmöglich schwerer zu recherchieren sind.

Inhalte

Anfangs waren da technische Freaks. Die hatten eine Motivation, Menschen ein Tool zur Selbstpublikation zu schaffen. Erste Nutzer solcher Angebote hatten Lust auf Neues, etwas zu sagen und keine andere Plattform mit Reichweite dafür. Das ist zahlenmäßig in unterschiedlichen Schüben gewachsen. Irgendwann nannte sich gefühlt jeder dritte Konsument von Kleidung Modeblogger, jeder 10. Gadgetkäufer Techblogger und wer öfter als 3 mal im Monat kocht, wurde Foodblogger. Gähn.

Worauf ich hinaus will: Wenn die Zahl der Sender ständig wächst, wird das Gekabbel um die Leser immer größer. Hat man wirklich eine Botschaft? Sei es politisch wie z.B. Netzpolitik.org oder eher unterhaltend wie z.B. Der Postillion oder Diskurs wünschend wie mein Kontroversenblogger? Oder wird aus rein ökonomischen Gründen gebloggt, um Reichweite zu haben und sagen wir mal Suchmaschinen etwas auf die Sprünge zu helfen?

Ich glaube, dass erfolgreiche Blogs gemeinsam haben, dass da jemand wirklich etwas zu sagen hat und es wirklich interessierte Leser dafür gibt. Und das gilt für 10 Leser ebenso wie für 1.000 oder ein Millionenpublikum. Alles andere ist natürlich auch OK, muss sich aber fragen lassen, ob der Aufwand an Lebensenergie dafür lohnt.

Kommentare

Mehr noch als im Abschnitt Inhalte stehen könnte, dass man nur als Betreiber einer eigenen digitalen Basis echte Kontrolle über veröffentlichte Inhalte hat, gilt dies für Kommentare. Es gibt ja nicht zufällig ständig weböffentliche Rangeleien darüber, was große Plattformen veröffentlichen oder auch nicht. Ob ich Kommentare zu mir wichtigen Themen zulasse, weil sie für meine Leser nützlich sein können, ich Autorin oder Autor schätze oder aus anderen Gründen, ist mir wichtig. Ich muss den auf nicht von mir kontrollierten Plattformen oft folgenden Rattenschwanz teils unsäglicher Sprachauswürfe echt nicht haben. Sprich: In meinem digitalen Wohnzimmer mache ich die Regeln und wer meiner Ansicht nach rumferkelt, fliegt schlicht raus.

Monetarisierung

Ich mag den Gedanken schlicht nicht, dass große Plattformen mit einem Schnappschuss oder einem Dreizeiler von mir Umsatz auch nur von ein paar Cent generieren, von dem ich nichts habe. Dass diese Plattformen trotz teils satter Umsätze mäßig bis gar nicht beim Steueraufkommen in den Ländern beitragen, wo sie Werte abschöpfen, finde ich nun auch nicht sympathisch.

hinkende Vergleiche

Das was in verschiedenen Plattformen von mir geäußert wird, lässt sich schlecht kompakt darstellen und rezipieren. Die eigene Blogadresse hingegen ist ein echter Anlaufpunkt, um relevante Daten von mir und über mich zu finden.

Blog oder Fremdplattform hat natürlich auch etwas mit Bequemlichkeit zu tun. Mal ehrlich, würdet ihr die ebenfalls mühevolle Demokratie abschaffen, weil eine Diktatur so prima bequem ist? Nämlich Schnauze halten und alle schön im Gleichschritt Marsch?

Fazit

Vielleicht habe ich den ökonomischen Aspekt der Überschrift der Blogparade “zufällig” etwas unterausgeleuchtet. Aber Erfolg ist für mich mehr bzw. etwas anderes als Zahlen. Er hat etwas mit Selbstbestimmung, Freiheit und Chancen zur Gestaltung zu tun.

Wer etwas tiefer zum Begriff Freiheit einsteigen mag, dem sei Sascha Lobos Beitrag “Euer Internet ist nur geborgt” wärmstens empfohlen.

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2 Kommentare zu “Beitrag zur Blogparade #bloggenohneblog”

  1. Meike Leopold sagt:

    Hallo Knut, sehr interessante Gedanken und Aspekte! Vielen dank fürs Mitmachen! Viele Grüße, Meike

  2. knutpankrath sagt:

    Hallo Meike, ich danke dir für die Vorlage und wünsche noch viel spannende Beiträge, damit sich der Aufwand lohnt. Musste u.a. an meine Parade in einem gefühlt früheren Leben denken.http://knutpankrath.de/blogparade-pimp-your-page-pagegloss/ Sogar mit Schirmherrin. 8-) Viele Grüße Knut