Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Berliner Bananitäten

Erstellt von knutpankrath am Dienstag 6. Dezember 2011

Vorschlag für ein Sendeformat im Privatfernsehen

TV

Eine vergleichsweise altmodische vierköpfige Familie lebt zur Miete in einem aufstrebenden Kiez wie Moabit. Warum ist die Familie altmodisch? Weil beide Elternteile mindestens eines der Kinder zusammen leben und sich jeder auf seine Weise mit der Förderung und Forderung der Kinder beschäftigen, statt diese nur von Fernsehen und Internet erziehen zu lassen. Alle 4 Personen haben übrigens jeweils teilweise mehrere Bücher…

Wer sind unsere Helden?

  • Mamma Maröttchen
    Sie blüht immer dann besonders auf, wenn sie nicht zeitkritische Entscheidungen allein trifft und diese ohne Absprache sofort umsetzt. Ist ja auch zeitraubend dieser ganze Mist mit der Mitbestimmung. Waschmaschinen beispielsweise beglücken nur, wenn sie zur besten Arbeitszeit das Homeoffice akustisch bestreichen. Ist ja auch besser für gewaschene Wäsche, wenn sie möglichst lange in der geschlossenen Maschine nachgart.
  • Pappa Patzig
    Er lässt sich auf den ersten Blick viel gefallen. Subversiv aber rebelliert er gegen akustische Attacken auf sein Homeoffice. Die Zeitschaltuhr der Waschmaschine (hier Produktplacement z.B. für Miele oder AEG möglich!) ermöglicht ihm rücksprachelose Gegenwehr. Außerdem beschließt er still und leise, für den Rest des Tages nur noch ausgewählte Telefonate anzunehmen, um sich einer Planung  familiärer Terminen durch Dritte zu entziehen. Das ergibt zwar gar keinen Sinn, entlastet für einige Momente aber vom Gefühl, der Depp des Tages zu sein.
  • Sohn sorglos
    Ihm ist aktuell  sooo viel egal. Er ist zunehmend damit beschäftigt, vor- oder frühpubertär cool zu sein, dass er nicht mitbekommt, um welche Freuden im Alltag er gelegentlich sich und auch mal andere damit bringt. Den Tageswettbewerb im Langesgesichtziehen hat er jedenfalls gewonnen. Das macht zwar niemanden glücklich, dürfte aber harmlos im Sinne noch kindlicher Allmachtspantasien sein. Erwachsen werden ist zuweilen echt doof.
  • Tochter Törö
    Sie ist eigentlich in der Lage, anliegende Aufgaben flott zu erledigen. Zuweilen jedoch fehlt ihr das Feingefühl, wann man für die deutschen Meisterschaften im Trödeln trainiert und wann besser nicht. Souverän vertut sie die Zeit, in der ein gemeinsames Frühstück noch möglich gewesen wäre. Aber immerhin schafft sie mit Pappa Patzig den Weg zum Kinderladen noch vor Annahmeschluss für zu betreuende Kinder. Das muss in dieser Folge als Happy Endchen herhalten.

Ähnlichkeiten mit munter in Moabit lebenden Menschen wäre so was von zufällig. Charaktere könnten allerhöchsten Spuren von Eigenschaften mir bekannter Menschen haben.

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