Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

  • Umfragen

    Sorry, there are no polls available at the moment.
  • Werbung

Bewerbungsanschreiben, meine 5 Cent

Erstellt von knutpankrath am Mittwoch 31. Oktober 2012

Anreden

Wer “Sehr geehrte Damen und Herren” schreibt, sei zu faul den Ansprechpartner herauszufinden. Mag sein. Aber wie gut oder schlecht ist eine um gute Bewerber buhlende Stellenausschreibung, die solche Informationen nicht ordentlich auffindbar zur Verfügung stellt?

Quellenbezug Stellenausschreibung

Oh wie ist es wichtig, ob ich eine Stellenanzeige in der Tageszeitung, einem Jobportal oder per E-Mail von einem Freund erhalten habe. Mal im Ernst, sollte nicht jede Stellenausschreibung einen Stellencode haben, in der die Quelle reincodiert sein kann oder nicht? Ob Personaler es wirklich systematisch auswerten, wie viel Bewerber über welchen Kanal gekommen sind und welcher Qualität sie sind? Bei gelegentlich mäßig vorbereiteten Interviewern kommen mit Zweifel, die ich durchaus im Bereich begründet ansiedelte.

Übererfüllung der überbordenden Anforderung

Nicht selten besteht eine Stellenausschreibung für einen einfachen Job als Sachbearbeiter aus 10 und mehr Bulletpunkten mit z.T. mehreren gewünschten Fähigkeiten und Qualitäten. Diese Listen wirken nicht durchgängig nach Wichtigkeit sortiert. Damit ist als Gegenwehr ein Wettbewerb im Erfüllen jeder noch so dusseligen Kleinigkeit ausgerufen und mancher Kandidat, der bestenfalls mal ein Steak englisch gegessen hat, behauptet plötzlich Verhandlungssicherheit in nahezu jedem Fachgebiet.

demütige Schlußformel

Ach ja. “würde mich freuen, …” “stehe je-der-zeit zu Ihrer Verfügung…” Erstarrte Grußformeln haben keine Aussagekraft mehr. Will der Schreiber bloß nicht anecken oder zeigt er doch durch eine eigene Formulierung, dass er wirklich an Bord kommen will? Ich freuen mich, Sie kennenzulernen. Kein wenn oder falls.

Gedankensprung

Fachkräftemangel

Seit Jahren wird ein Fachkräftemangel behauptet, dessen realen Umfang vermutlich nicht allzu viele Menschen ordentlich einschätzen können. Zuweilen hat es für mich den Anschein, dass er in einigen Branchen herbeigeredet wird, um die eine oder andere steuerliche oder sonstige staatliche Vergünstigung zu erwirken. Und es mag auch Ablenkung von eigenen Versäumnissen in der Ausbildung oder der Mitwirkung zeitgemäßer Ausbildungsanforderungen dabei sein oder schlicht mangelnder Wille, neue Mitarbiter aufgaben- und verantwortungsgemäß zu bezahlen.

Zukunft erfolgreicher Bewerbungen?

Pfiffige Bewerber verfügen über ein Profil oder einen Lebenslauf im Internet. Ob der bei irgendeinem Portal oder dem eigenen Blog liegt, ist nicht so wichtig. Jedenfalls wird auf dieses Webdokument verwiesen und keine individuellen PFDs gebacken oder Papiermappen zusammengestellt, die im Sinne einer notwendigen Funktion mäßig sinnvoll mindestens einmal postalisch durch die Gegend reisen. In einem kurzen knackigen Text sagt der Bewerber, warum er im Zielunternehmen arbeiten will. Warum er das kann, steht ja schon im Profil. Wer den aktuellen Prozess in Frage stellen möchte, kann ja seinem Empfänger 2 oder 3 Termine anbieten, zu dem er gern das Unternehmen kennenlernen möchte. Muss mal nachdenken, ob ich das mal mache…

Verwandte Beiträge

Ein Kommentar zu “Bewerbungsanschreiben, meine 5 Cent”

  1. Rebecca sagt:

    Konstruktive und berechtigte Kritik, die du hier äußerst. Natürlich gibt es auch Bewerbungsservices ( http://www.deinebewerbung.de/bewerbungsservice.page.htm ) die den Bewerbern unterstützend zur Seite stehen können. Ich bin allerdings der Meinung, dass man sich immer erst einmal selbst ausprobieren sollte. Sollte es gar nicht gehen, wäre es wohl eine gute Alternative.