Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Buchbiotope

Erstellt von knutpankrath am Donnerstag 21. November 2013

Das Wetter sorgt – letztlich jahreszeitangepasst – mit seinen wohlfühlminimierten Temperaturen bei gleichzeitig freigiebiger Bewässerung der Stadt von oben dafür, dass große und kleine Leser nach viel sommerlicher Freizeit im Freien wieder vermehrt zu Büchern greifen. Die Zugriffswege auf Lesestoff variieren je nach Alter, Interessen und zur Verfügung stehender Zeit.

Stadtbibliothek

Die gute alte Stadtbücherei um die Ecke bzw. einige Busstationen weit weg sind perfekt für meine Tochter. Da steht einiges zur bestöberbaren Auswahl, es gibt Platz, die denkbare Buchauswahl vor Ort in Ruhe einer ersten blätternden Prüfung zu unterziehen und der Ort ist insgesamt lesefreudefördernd.

Ich hingegen interessiere mich unregelmäßig für NEUE Themen, die sowohl berufliche als auch private Interessen bedienen. Als Blogger sehe ich mich als Dienstleister an meinen Lesern, für die ich bis auf übersichtliche Werebeinnahmen (Ihr Klick auf hoffentlich sinnvolle Angebote.) kostenfrei schreibe. Deshalb nehme ich das Angebot von Verlagen gern fallweise wahr, ein kostenloses Rezensionsexemplar zu erbitten.

Im November habe ich 2 Bücher im Rahmen von 2 unterschiedlichen Veranstaltungen in meinen Arbeitsprozess hereingenommen. Die Umstände des Zulaufens in meinen Rezensionsbereich waren recht unterschiedlich und doch miteinander verbunden.

Pädagogisch betreuter Spielplatz Ottopark

Der zentral gelegene traditionelle Spielplatz mitten in Moabit, der inzwischen eine erfreuliche Entwicklung zu einem Lernort für Kinder unterschiedlichen Alters hingelegt hat, war einer der zahlreichen Leseorte der 6. Langen Nacht des Buches in Moabit mit nunmehr einwöchigem Programm.

Mich hatte das Buch von Maya Dähne aus dem Beltz Verlag angelockt. Deutschland sucht den Krippenplatz – Mein täglicher Wahnsinn zwischen Kita und Karriere. Parallel zur Lesung aus dem Buch gab es eine Lesung für Kinder, um Elternteilen mit Kind den Zugang zur Veranstaltung zu erleichtern. Eine schöne Idee. Der für mich zu Fuß erreichbare Ort war einladend und die Besucherzahlen ermöglichten einen regen Austausch von Autorin und Publikum.

Alfred Herrhausen Gesellschaft

Die in bester Citylage angesiedelte Alfred Herrhausen Gesellschaft befindet sich Unter den Linden Ecke Charlottenstraße. Geladen hatte die Gesellschaft in Kooperationen mit dem Hanser Verlag.

Das hier vorgestellte Buch des Ehepaars Uwe Jean Heuser und Deborah Steinborn heisst Anders denken! – Warum die Ökonomie weiblicher wird.

Dieser Ort war anders bereits vor dem Betreten. Aus Gründen, über die sich trefflich streiten ließe, stand vor dem Eingang bereits jemand unauffällig Sicherheit verströmend. Schickes Foyer mit betreuter Garderobe, in den Fahrstuhl zum 4. Stock lotsender Empfangsschreibtisch, Vorraum mit Getränken und nette Menschen mit professionell einschätzendem Smalltalk, im Saal ein Tisch mit schick aufgebauten Rezensionsexemplaren bildeten einen Rahmen, zu dem mir der Begriff großes Wohlfühlprogramm einfiel. Der ehemalige Staatsminister für Kultur Prof. Bernd Naumann gab den elder statesman und souveränen Moderator für die Buchvorstellung. Wenn man solche Menschen live erlebt, vergeht einem ggf. vorhandener Restspaß an TV-Mikrofonständern in Talkshows, die großspurig als Gastgeber tituliert werden. Aber zurück zur Veranstaltung: ein kleines feines Büffet rundete die Inszenierung ab. Der Schokoladenkuchen ein Gedicht.

Der Zeitaufwand von 2 Stunden vor Ort zuzüglich An- und Abfahrt ist nur in Zeiten machbar, wo der eigene Kalender nicht zu voll ist. Also oftmals ein Luxus.

Zu meiner Freude traf ich im Publikum die Autorin Maya Dähne, was neben meinem Interesse an den Büchern eine Klammer für die beiden Buchbiotope darstellte.

Homeoffice Aufbauagentur

Beide Bücher sind in meinen Prozess lesen – Eindruck gewinnen – bloggen eingetaktet. Ich verarbeite sie in der Reihenfolge des Eingangs. Also erst der Kampf um den Krippenplatz dann der um Köpfe.

Mit dem Relaunch meiner Tätigkeit als Berater unter dem Label Aufbauagentur stehe ich übrigens u.a. in der Produktion von Dokumenten für Geschäftskunden zur Verfügung.

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