Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Christian Hamm zündelt

Erstellt von knutpankrath am Donnerstag 10. März 2011

Anlass

Am 14. März 2011 findet die Wahl der Stadtteilvertretung im Rahmen des Projektes “Aktives Stadtzentrum Turmstraße” statt. In dessen Vorlauf hat Christian Hamm an einen vermutlich nicht so kleinen Verteiler Dinge geschrieben, die ich für hinterfragenswert halte.

Meine kleinen Fragen

Für den Fall, dass eine Diskussion beginnt, nummeriere ich meine Fragen, so dass sich jede(r) auf das beziehen kann, was am meisten interessiert und bewegt.

  1. Kann es sein, dass trotz Kennzeichnung der E-Mail als private Äußerung von Christian Hamm ein Verteiler verwendet wurde, der mit seiner Nähe zu Ralf Hartmann sowie einer beworbenen Veranstaltung (Moabiter Kulturtage) zu tun hat?
  2. Ist es kiezüblicher guter Stil, massiv für die Wahl eines Kandidaten in ein Gremium zu werben, in dem faktisch mitmachen kann, wer das mag?

Meine große Frage

Hat Christian Hamm aus beinahe vergangenen Verwerfungen, die es zwischen dem Kunstverein Tiergarten und seinen Finanziers (mir bekannte: Quartiersrat sowie Bezirksamt) gegeben hat, nicht ausreichend dazu gelernt? Sie verstehen mich nicht? Dann zitiere ich mal aus seiner Nachricht:

Für dieses Jahr, in dem es keine Moabiter Kulturtage geben wird, haben ja leider alle verantwortlichen Gremien kläglich versagt.

  1. Welche Gremien genau sollen das sein?
  2. Worin genau bestand das behauptete Versagen?

Als Vertreter eines bereits einmal massiv angegangenen Quartiersrates bin ich nicht Willens, die von mir als Amokschreibereie empfundenen Anwürfe für einen gefühlten faulen Burgfrieden totzuschweigen oder die im Handeln beobachtete Arbeitsteiltung “seriöser Vertreter in Gremien” und eine davon vermeintlich “losgelöste Wadenbeisserei” so hinzunehmen. Der Diskurs sei hiermit eröffnet.

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7 Kommentare zu “Christian Hamm zündelt”

  1. vilmoskoerte sagt:

    Wer ist Christian Hamm? Muss ich den kennen? Mich hat er wohl nicht in seinem Verteiler, obgleich ich im Verteiler der Galerie Nord bin.

  2. knutpankrath sagt:

    @vilmo Die Bezirksamtsseite führt Christian Hamm als Verantwortlichen für das Kunstvermittlungsprogramm. Andere Ein- oder Zuordnungen mögen gern andere vornehmen.

  3. Rané Schmidt sagt:

    Vielleicht wäre da mal ein persönliches Gespräch mit
    Vertretern der Galerie Nord und des Kunstvereins
    sinnvoll, um solche Provokationen von Christian
    Hamm in Zukunft auf eine “sachliche” Darstellung
    des Sachverhaltes zurückzuführen.
    Mich ärgert diese Form der Auseinandersetzung
    auch deswegen, weil ich derzeit eine gemeinsame
    Kooperation zwischen Galerie Nord und der Zunft AG
    zum Arminusmarkthallenfest herzustellen versuche.
    So hatte ich auch kürzlich bei einer Vernissage die
    Künstler Raabensaat (Performance u.a. Galerie Nord) und
    Kopp (Foto- und Videoart) miteinander bekannt gemacht.
    Sehe eher das Problem bei Herrn Liepelt und der CDU-Mitte,
    die plötzlich die Migranten und die Kultur entdeckt haben
    und leider auch vilmos als Mitglied des Vergabebeirats von
    Moabit-Ost hinters Licht geführt haben (Penthesilea Moabit).
    Bitte zu beachten, das die Moabiter Egonamie in einem
    Supergau endet, der den Bezirk nicht weiterhilft.
    Auch sind die Parteien im Vorwahlkampf genau zu
    beobachten. Würde ja dem guten Christoph vorschlagen,
    keine Partei zum Arminiusmarkthallenfest zuzulassen,
    aber das ist natürlich auch eine finanzielle Entscheidung.
    Lieber Gruß aus Wilmersdorf
    Rané

  4. knutpankrath sagt:

    @Rané
    Beim Stänkern einer Person gegen Gremien im Wieder(wieder)holungsfall läge bei Interesse und Einsicht der Ball weder in meinem Feld noch in dem des Quartiersrats. Die Erziehung des Menschengeschlechts hat sich schon ein gewisser Schiller aufgeladen; ich muss das nicht nachahmen.
    Auch wenn ich als digitaler Hausmeister Rücksichten auf meinen Auftraggeber Zunft AG nehme, ist es irgendwann einfach mal genug der halböffentlichen Flegeleien. Tut mir in Maßen leid. Bei der aus meiner Sicht nur vereinsintern zu lösenden Gemengelage tendiere ich sowieso dazu, dass Kontakte zwischen einzelnen Projekten und Künstlern zur Halle sinniger sind als das ständige Risiko persönlicher Ausfälligkeiten durch Vereinsmeier einzugehen. Das denke ich hier öffentlich als Privatperson.
    Ob des Vorwahlkampfes mache ich gern einen Bogen um alle Themen, bei denen Parteinamen eine Rolle spielen. Da halte ich es lieber mit der Unabhängigkeit des inoffiziellen Bürgermeisters. In dem Zusammenhang fände ich einen Beitrag der Parteien zum Straßenfest auch eher verzichtbar. Lieber ein Winzer oder was anderes Leckeres mehr…

  5. Rané Schmidt sagt:

    @Knut
    Versuchen wir gemeinsam gegen diese Stänkerei vorzugehen.
    Die Zunft AG hat ja ein sehr positives Zeichen für Moabit gesetzt,
    aber sie kennen natürlich nicht die Moabiter “Mischpoke”.
    Hatte, was die Parteien betrifft, schon die Chance, vom Marketing
    her, angesprochen, die sich ergibt, wenn das Arminiushallenfest
    ohne Parteien stattfindet. Es wäre, im Wahlkampfjahr, ein positives
    Zeichen der Unabhängigkeit. Ähnlich der internationalen Logen,
    welche auch ihre Parteiunabhängigkeit in ihren Statuten verankert
    haben. Es geht um die Qualität der Produkte.

  6. ralf hartmann sagt:

    Meine Herren,
    weder teile ich die brachiale Sprache ihrer Kommentare (Amokschreiberei, Mischpoke, Supergau, Wadenbeisserei etc.), noch die erhobenen Anwürfe gegen Herrn Hamm. Ist das der “kiezübliche gute Stil”, von dem oben die Rede ist? Herr Hamm hat über mehrere Jahre mit Erfolg die Projektleitung der Moabiter Kulturtage im Auftrag des Kunstvereins wahrgenommen, er ist aber seit langem nicht mehr für die Kunstvermittlung in der Galerie Nord zuständig. Die Seite des Bezirksamtes ist in dieser Hinsicht nicht aktualisiert worden.
    Mit freundlichen Grüßen, Ralf Hartmann

  7. Rané Schmidt sagt:

    Lieber Ralf Hartmann,
    eine “brachiale Sprache” liest sich anders. Da könnte ich dementsprechendes Material aus 13 Jahren ambulante Erziehungshilfen beisteuern. Es geht ausschliesslich um Kooperation und nicht Konfrontation. Und da es ja div. Finanztöpfe für Moabit gibt, ist da auch etwas für Kultur dabei.
    Und dass ich mich nun für Kultur in Moabit engagiert habe und es auch noch heute tue, dürfte
    ja wohl bekannt sein.
    Mit freundlichen Grüßen
    Rané Schmidt