Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Commerzbank und Sicherheit

Erstellt von knutpankrath am Montag 18. Februar 2013

Auf dem Weg zu einem Geldautomaten, den ich zur Versorgung mit Bargeld zu nutzen vorhatte, stieß ich auf eine Nachricht, die mich ob ihrer Form und ihres Inhaltes erstaunte. Wenn Sie mal schauen mögen?

commerzbank moabit

Aushang, mich irritierender

Bank und Form

Genormtes Papier des Formates A4 in einer Klarsichthülle mittels Klebestreifen an eine Glastür geklebt wirkt bei einer Bank fast schon gebastelt. Oder ist das die neue Volksnähe der Finanzwelt nach der Bankenkrise? Zumindest das Attribut erstaunlich lässt sich vergeben, oder?

Bank und Inhalt

Nutzungseinschränkungen sind Inhalt des Aushanges. Anstelle einer schlechten Umschreibung zitiere ich mal und vermute eine so geringe Schöpfungstiefe des Textes, dass ich vor der Veröffentlichung niemanden frage:

aufgrund aktueller Sicherheitsbestimmungen schließen wir unsere Selbstbedienungszone täglich in der Zeit von 22 bis 6 Uhr morgens.

Kunde und Fragen

Der Inhalt des Aushangs stellt für mich eine unvollständige und damit Fragen aufwerfende Information auf. Gern schreibe ich die mir einfallenden Fragen – vielleicht stellvertretend für andere – auf und bitte die Filiale um Antworten:

  1. Es bleibt offen, wessen Sicherheitsbestimmungen es sind. Die der Bank? Einer Behörde?
  2. Es bleibt offen, was unter aktuell verstanden wird. Gibt es einen definierten Zeitraum, für den die Einschränkung gilt? Gibt es Ereignisse, die eintreten oder ausbleiben müssen, damit die Einschränkung wieder aufgehoben wird?
  3. Es bleibt offen, ob die Einschränkung nur die unterzeichnende Filiale Berlin-Moabit betrifft. Betrifft die Einschränkung nur Berlin-Moabit, alle Filialen der Commerzbank oder welche Liste von Filialen?

Nach Veröffentlichung dieses Beitrages werde ich die Filiale auf diesen hinweisen und um Antworten bitten. Die Bank kann via Kommentar direkt antworten oder per E-Mail. Sie verpassen nichts, wenn etwas bei mir ankommt…

Nachtrag

Ich erhielt zeitnah einen Anruf aus der Filiale, um herauszufinden, worum es mir wirklich geht. Danach erhielt ich noch eine E-Mail, die die Prüfung des Sachverhaltes und eine baldige Antwort versprach. Die kam auch vom Qualitätsmanagement. Den inhaltlichen Teil möchte ich Ihnen natürlich nicht vorenthalten.

Sehr geehrter Herr Pankrath,

als zuständiges Qualitätsmanagement wurden wir gebeten, Ihnen zu antworten.

Zunächst danken wir Ihnen herzlich für Ihre offenen Worte und bedauern, dass Sie erneut Anlass zur Kritik haben.

Auch wir waren über den von Ihnen angezeigten Hinweis irritiert und haben uns daher mit den Kollegen der Filiale Berlin-Moabit in Verbindung gesetzt und um ergänzende Informationen gebeten.

Wie wir von den Kollegen hören, erfolgt die Schließung des Selbstbedienungsbereichs (SB-Bereich) nicht aufgrund von Sicherheitsbestimmungen sondern aus Sicherheitsgründen. Für den missverständlichen Aushang bitten wir um Entschuldigung.

Gern erläutern wir Ihnen noch den Hintergrund des Aushangs. Aufgrund nächtlicher Störungen sowie Verunreinigungen des SB-Bereichs der Filiale Berlin-Moabit, kam es vermehrt zu Kundenbeschwerden. Da dieses Problem trotz verschiedener Versuche nicht zu lösen war, haben sich die Kollegen dazu entschlossen, den SB-Bereich der vorgenannten Filiale bis auf weiteres in der Zeit von 22 Uhr bis 6 Uhr aus Sicherheitsgründen zu schließen.

Eine Änderung des von Ihnen zu Recht als missverständlich empfundenen Aushangs haben wir veranlasst und bedanken uns, für Ihren diesbezüglichen Hinweis.

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Ein Kommentar zu “Commerzbank und Sicherheit”

  1. vilmoskörte sagt:

    Früher haben wie immer gesagt: “Wer Reval raucht, frisst auch kleine Kinder”. Heute würde ich sagen: “Wer ‘zeitnah’ sagt, frisst auch kleine Kinder.” ;-)

    Und zur Sperrung: Die Post hatte eine solche Maßnahme auch schon mal mit weniger Worten ergriffen, vermutlich aus ähnlichen Gründen.