Knut Pankrath

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Da capo 2012 – Unter Nachbarn

Erstellt von knutpankrath am Montag 17. September 2012

Musiknachwuchs aus Mitte

Die Musikschule Fanny Hensel veranstaltet seit Jahren im Atze Musiktheater mit einigem personellen und technischen Aufwand eine bunte Revue aus Darbietungen ihrer Schülerinnen und Schüler. Das diesjährige Programm hieß Unter Nachbarn. Die Herkunft der Akteure machte schnell klar, dass zum einen der Bezirk Mitte ein ganz hübsch bunter ist und zum anderen Nachbarschaft schnell Landesgrenzen überspringt und deren Unwichtigkeit im Leben vieler Menschen zeigt.

eine kleine Musikauswahl

Der Bogen der Musikauswahl war sowohl historisch als auch geografisch weit gespannt. Das Programm professionell und vollständig zu bewerten überlasse ich besser anderen. Ich picke – mit leicht schlechtem Gewissen für nicht Genannte -  mal meine Rosinen. Vielleicht macht Sie das ja neugierig, das nächste Mal selbst dabei zu sein.

  • Als stolzer Vater einer Tochter benenne ich gern das von Winfried Radeke stammende Lied “In der Weserstraße 4″, welches den Auftakt des musikalischen Reigens machte. Das Gros des Chores dürfte nach meiner Erinnerung in der Altersklasse 5-6 Jahre gewesen sein. Die Mischung aus eifrigem Singen, neugierig die Bühne und den Saal wahrnehmen und dem mal stolzen mal etwas schüchternen Schauen nach den Eltern hatte einen zu Herz gehenden Charme womöglich nicht nur für zahlreiche Eltern.
  • Interessant fand ich, wie verschiedene Gruppen, die sonst vermutlich eher musikalisch ein Eigenleben führen, zusammengefügt wurden, um möglichst vielen Musikern die Teilnahme am Ereignis zu ermöglichen und dem Publikum Freude zu bereiten. Als Beispiel benenne ich hier das gelungene Zusammenspiel von Jugend-Kammerorchester, Sasorchester und türkischem Chor.
  • Mit dem von Ulrich Bauer stammenden Lied Mein Moabit aus dem Stück Die Butterfahrt gab es feines Stück Lokalkolorit, das von 2 Pianisten vierhändig und 3 Sängerinnen fein zu Gehör und Auge gebracht wurde.
  • Ein weiterer Höhepunkt für mich war das Lotusorchester, welches mit seinen vietnamesischen Instrumenten und der Art ihres Auftrittes eine für viele Zuschauer vermutlich neue Erfahrung zu Hör- und Sehgewohnheiten besteuerten.
  • Das Extrem in Sachen Modernität und Lautstärke dürfte die Darbietung des Songs I belong to you gewesen sein, welches im Original von Muse stammt. Hier könnte ich als musikalische Laie fragen, ob es nicht technisch ein Ausreisser war? Das für mich einzige Mal für den akustisch tollen Nachmittag schien mir der Sound mäßig gut zum Nachteil des Pianisten und zeitweise der Sängerin abgemischt.

mein Abschluss

Das war ein wirklich abwechslungsreicher Nachmittag, bei dem musikalisch für jeden etwas dabei gewesen sein sollte. Sollte ich Berichte zum Ereignis finden oder mir benannt werden, verlinken ich gern darauf. Eine rhetorische Frage habe ich noch: Wer glauben Sie bekam zu Hause die erste Rose geschenkt, die meine Tochter auf einer Bühne überreicht bekam? Ja, ich Glücklicher. Ach, Vater sein ist schon eine tolle Kiste…

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