Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Dokumenten-Recycling

Erstellt von gemeinschaft am Freitag 14. März 2008

In der vagen Hoffnung, dass der gedankliche Übergang von der Überschrift zum Text etwas erleichtert wird, stelle ich mal einen mir in Erinnerung bebliebenen Schlachtruf der Programmierung hier in den digitalen Raum:

Write once, use many times. (ungefähr: Einmal schreiben, vielfach verwenden.)

Es gibt Künstler, die aus gesammeltem Schrott Kunstwerke erstellen. Das ist – unabhängig vom individuellen künstlerischen Wert der Produkte dieses Handelns – ein ökonomisch kluger Ansatz, weil Herstellungskosten niedriger sind als bei anderen Methoden. Abgefallene Bätter und Äste von Bäumen werden in einem funktionierenden Wald zu Futter oder Baumaterial für verschiene Tiere bzw. wieder zu Erde transformiert, die anderen Pflanzen Nahrung bietet.

Was hat das mit Dokumenten zu tun? Erst einmal nichts. Was aber wäre, wenn Sie ein Plakat, das Sie mit einigem Aufwand geistiger und materieller Art für eine Veranstaltung produziert haben, weiter werblich einsetzen könnten? Kann nicht das, was mit dem Plakat nur regional verbreitet wurde, im Internet viel weiter strahlen? Sind Handbücher, Werbebroschüren, Flyer, Imagemappen und zahlreiche andere Dokumente nicht viel zu wert- und aussagevoll, um sie nach ihrem “normalen” (sprich: konventionsgemäßen) Gebrauch einfach verrotten zu lassen? Und wäre es nicht schön, von Interessenten und Rezipienten dieser Dokumente vielleicht sogar Nachricht und Hinweise zu erhalten, wie gut oder verbesserungswürdig das Dokument ist?

Mit Scribd gibt es ein recht neues Werkzeug, mit dem ein sinnvolles und steuerbares Dokumenten-Recycling ermöglicht wird. Das geht ähnlich wie der Start eines Businessblogs hier im 1-2-3-Verfahren. Account anlegen, Dokumente hochladen, Nutzerrechte für Leser vergeben und publizieren. Die derzeit akzeptierten elektronischen Format finden Sie hier aufgelistet. Scribd erzeugt verschiedene Codeschnipsel für Links, mit deren Hilfe man die Dokumente je nach Bedarf samt einem Reader im so genannten iPaper Format direkt in eigene Artikel einbinden kann oder aber eine neue Registerkarte des Leserbrowsers öffnen kann. Für meinen Geschmack ist zweiteres die elegantere Möglichkeit. Um einen hinkenden Vergleich einzuführen: Es wirkt mir wenig elegant, wenn ich ein Telefonbuch vollständig in mein Notizbuch integrieren wollte.

Damit Sie mal sehen, wie das ausschaut, verweise ich hier auf ein Plakat, mit dem ich Teilnehmer des Businessplanwettbewerbs Berlin-Brandenburg aufgerufen habe, sich interviewen zu lassen. Die Handhabung von Scribd finde ich so einfach und selbsterklärend, dass ich nur auf die Schaltfläche “Fullscreen” hinweisen möchte, mit der Sie von einer ggf. kleineren Darstellung auf die volle Ausnutzung Ihres Bildschirms umschalten können.

Wirklich nützlich “im Inneren” von Scribd sind eine Rechteverwaltung, bei der von creative commons bis zu klassischem Copyright die Lizenz eingestellt werden kann, unter der Sie Ihr Dokument veröffentlichen wollen. Ebenso können Sie entscheiden, ob und ggf. in welchem Format ein Leser das Dokument auch herunterladen darf. Und mein derzeitiger Favorit ist ein Zähler, der mir sagt, welches meiner in Scribd liegenden Dokumente wie oft aufgerufen wurde.

ungeordnete Anwendungsmöglichkeiten, die mir sofort einfallen:

  • Handbücher-Archiv für verschiedene Releases / Jahrgänge bestimmter Produkte
  • Arbeitsproben / Arbeitsmappen für darstellende Berufe
  • Lebenslauf zu Bewerbungszwecken
  • Protokoll-Archiv für Veranstaltungen
  • Vortragssammlungen von Kongressen
  • Probekapitel von Büchern

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