Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Dumm geschrieben

Erstellt von gemeinschaft am Mittwoch 5. März 2008

Wer die Geschichte um die zeitweilige Schließung der in Berlin-Tiergarten ansässigen Galerie Nord wegen angedrohter Attacken auf die Ausstellung “Surrend – ZOG” in den digitalen Nachrichten verfolgt, stößt dabei auch auf einen Beitrag, in dem der Businessblogbringer namentlich genannt wird. Der Titel des hier gerade gelesenen Beitrags greift übrigens Themen dieser Bilder auf…

Der Beitrag des “Journalisten” Thomas Loy ist im Netz hier zu finden und wurde mit anderer Bildwahl und etwas anders gesetzt auch in der Printausgabe des Berliner Tagesspiegel vom 5.3.2008 veröffentlicht. Wundern Sie sich vielleicht darüber, dass ich die Berufsbezeichnung des Mannes von der Zeitung in Anführungszeichen gesetzt habe? Das ist meine wie ich finde notwendige Retourkutsche dafür, dass ich als Blogger mit den selben unschönen Springer-Verlag-Gedächtnis-Feuerhaken bezeichnet worden bin.

Der Businessblogger an sich befindet sich nämlich leider immer noch im klischeehaften Spannungsfeld des Schwadronierens über digitale Klowände oder amateurhafter Bürgerjournalismus auf der einen und gern verbandsseitig behauptetem Qualitätsjournalismus auf der anderen Seite. Ehrlich gesagt ist es nicht so schwer, die für meine Lesart unnützen Anführungszeichen schlicht wegzulassen oder aber dem Leser kurz zu sagen, was das denn ist, wenn es nicht als bekannt vorausgesetzt werden kann, oder?

Ach so, bevor ich es vergesse: Bei potentiell kritikauslösenden Äußerungen durch die erwartete Leserschaft hätte ich von einem Profi eine Nachfrage erwartet, ob ich denn mit folgender Aussage “xyz” richtig verstanden wurde. Denn vorsichtig ausgedrückt kann ich mich als durchaus geübter Beobachter meiner mündlichen und schriftlichen Äußerungen nicht en Detail erinnern, das Geschriebene in allen Punkten so gesagt zu haben. Da der Tenor meines kleinen garnierenden O-Tons nicht wirklich falsch ist, lasse ich die theoretisch zur Verfügung stehende Keule einer Gegendarstellung mal in der Rumpelkammer, wo sie in Zeiten von Blogs meines Erachtens hingehört.

Zum Themenbereich Journalismus – Bloggosphäre gibt es hier mehr zu lesen:

Natürlich ist Thomas Loy herzlich eingeladen, auf diesen Beitrag kommentierend zu reagieren. Und wer beim Tagesspiegel ist eigentlich neugierig genug, sich mit dem Thema Businessblogs als Autor hervorzutun? Ich stehe gern Rede und Antwort.

  1. Nachtrag
    Nach den überwiegend zurückgewiesenen Überempfindlichkeiten ob der Zulässigkeit freier Meinungsäußerung mit künstlerischen Mitteln habe ich hier ein Interview mit Jan Egesborg gefunden, in dem klar gestellt wird, wofür er steht und wie er die Situation beurteilt. Diesen Hinweis verstehe ich ausdrücklich als Service am Leser und nicht als Werbung für andere Inhalte der Seite, auf die ich mit meinem Link verweise.

Verwandte Beiträge

Ein Kommentar zu “Dumm geschrieben”

  1. Olaf sagt:

    Ich persönlich glaube ja, der gute Thomas traut sich nicht. Oder anders ausgedrückt, so viel von der Welt, wie in Blogs wie diesem steht, kriegt er gar nicht mit durch seinen Qualitätsfilter!