Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Ehrenamtsfest 2010

Erstellt von knutpankrath am Sonntag 5. Dezember 2010

Exkurs zum Begriff Kontrast

Gelegentlich richtet das Leben Dinge an, die einen irgendwie einladenden Kontrast zu etwas anderem bieten. Sagen Sie jetzt gern “ja, kenn ich auch”? Ich täte das jedoch aktuell nicht, denn Sie wissen ja nicht, was ich damit meine, oder?

Was ich beispielsweise meine, sind die großen historischen Kracher, wenn z.B. ein Erich Mielke sich hinstellt und ein “Ich liebe euch doch alle.” von sich gibt und verkennt, dass größere Teile seiner Zuhörerschaft vor Ort diese Liebe nicht eben erwidern.

Eine Nummer kleiner und vollends unhistorisch sind beispielsweise vollmundig verkündete Wetterprognosen, die man – häufiger als nur gelegentlich – in der Realität als minder zutreffend abtun muss.

Ausdrücklich ausnehmen möchte ich Wahlversprechen. Die bilden keinen schönen Kontrast zu irgendwas. Aber das ist ein weites Feld, dass ich heute nicht mehr beackern möchte.

Korrekturen einer Ankündigung

Als ich mich mit allen notwendigen Personen sowie meinem Kalender über die sonntägliche Teilnahme am Ehrenamtsfest geeinigt hatte, las ich noch schnell die Ankündigung auf moabit-west.de. Diese in einigen Punkten im Kopf fielen mir ein paar Unterschiede vom Gelesenen und Erlebten auf. Nicht dass auch nur einer der Punkte dramatische Auswirkungen hätte, es bleibt einfach ein Phänomen der Beobachtung, das ich hier nicht vorenthalten mag. Und wenn es dazu dient, Sie zu unterhalten und mich im Bild als Beobachter mit Blick für Kontraste und Diskrepanzen schärfer darzustellen, dann passt das schon, oder?

Also legen wir mal los:

  • Der avisierte Bezirksverordnetenvorsteher Ulrich Davids lief nicht auf. Ich habe dazu “gesundheitliche Gründe” als vorgebracht für Sie notiert.
  • Das angekündigte schippern über die Berliner Wasserlandschaft fiel leider aus. Das wurde unter “metereologische Gründe” einsortiert. Details hat bestimmt irgendwer. Ich habe nur den Begriff “Eis” kühl konservieren können.
  • Die förderungstechnische korrekte Feststellung, dass diese Auflage des Festes zum letzten Mal aus dem Topf soziale Stadt finanziert werden kann/darf, wirft zusammen mit dem Wunsch nach weiteren Auflagen des selben die Frage nach dem wie? oder woher nehmen? auf.

Das ist auch der Teil, wo gern der eine oder die andere mitdenken und mithandeln sollte. Genauer auf den Punkt: Wer hat Ideen, wie auch zukünftig ehrenamtliche Arbeit eine kleine Anerkennung findet? Wem fallen Möglichkeiten zur Finanzierung / zum Sponsoring ein?

Wie war es denn nun?

Verrate ich nicht wirklich hier. Fragen Sie doch mal andere, die dabei waren. Oder noch besser: Engagieren auch Sie sich ehrenamtlich und seien Sie nächstes Jahr selbst mit dabei. Ich jedenfalls hatte auch 2010 einiges Vergnügen.

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