Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Einzelhandel (v)erspielt Umsatz

Erstellt von knutpankrath am Mittwoch 23. Juli 2014

Als ich neulich bei Frankfurt den 50. Geburtstag eines Jugendfreundes nachfeierte, lernte ich dort durch die Kinder des Hauses ein nettes Kartenspiel kennen. Die Faktoren benötigte Zeit, gehabter Spaß, Größe und einfach zu durchschauende Regeln sprachen mich sehr an. Außerdem malte ich mir aus, wie viel Vergnügen meine Tochter bei dem Spiel wohl haben könnte. Da ich nicht bei mir landende Pakete ungern jage, kaufe ich solche Dinge gern im Handel an einer Kasse. Sie kennen das von früher noch.

Ich gehe dann mal zu…

Mein Plan war, einen Laden anzusteuern, das Produkt dort zu kaufen und damit Erledigungen in umliegenden Geschäften zu verbinden. Amateur ich.

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Ach herrlich unbeschwert war der Marsch durch diesen Laden. Kein guten Tag, kein Hilfsangebot, kein Auf Wiedersehen störte meinen offensichtlich hilflosen Versuch eines Einkaufs. Das einzige was ich von einer Mitarbeiterin hörte, war ein “Achtung”, weil sie sich rechts an mir vorbei quetschen wollte, statt mir die Vorfahrt zu lassen. Dabei trug sie außer ihrer Kundenabgewandtheit nichts, was nach Arbeit für das Unternehmen aussah. Nix gekauft. Wie auch?

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Hier suchte ich eine Zeit lang vor mich hin, was auch wieder niemanden störte. Ich hatte vorsichtig ausgedrückt, das die eigentlich aktiv zu bespielende Handelsfläche ganz schön groß war und niemand zu sehen war, den man abseits der Kasse hätte ansprechen können. OK, geh doch zur Kasse, mögen Sie denken. Mache ich ja schon. Dort frage ich, ob die Warenwirtschaft die Anwesenheit des Produktes bejahen könne. Ohne das mache weitere Suche für  mich keinen Sinn. Die Antwort fand ich bemerkenswert. Wenn ich ihm die Produktnummer nennen könne, bekäme er das raus. Äh, ja, das hätte ich bedenken sollen. Hatte ich natürlich nicht. Nur den Namen und den Verlag. Nun werde ich an die bereits von der Kasse her sichtbar nicht besetzte Info geschickt. Ich suche statt des Spiels lieber das Weite. Das wenigstens mit Erfolg.

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Als ich mich dem Infopunkt nähere, unterbricht eine mich freundlich grüßende Dame sofort unaufgefordert ihre Tätigkeit in Sichtweite. Ich frage, ob das Haus das Produkt führt und wo ich es in etwa finden könne. Die Dame marschiert ohne Computereinsatz mit mir im Schlepptau schnurstraks in eine der Wege, lässt den Blick kurz schweifen und zeigt mir genau das von mir Gesuchte. Sie schaut mich erneut an, ich bedeute ihr, für heute alles zu haben und erhalte eine persönliche Verabschiedung. Begrüßung, freundliche Bedienung und nette Verabschiedung wiederholen sich an der Kasse.

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