Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Freiheit – gedenken oder gestalten?

Erstellt von knutpankrath am Sonntag 10. Januar 2016

Aspekt aller Medien ist, dass sie einen Anlass benötigen, der die Beschäftigung mit dem Thema rechtfertigt. Das ist zum einen schlicht die Natur einer Nachricht. Zum anderen ist es ein Fluch. Und zwar ein Fluch, der durch die schrittweise oder auch eruptive Entwicklung der Medienlandschaft noch verstärkt wird.

Was meine ich damit? Es gibt Ereignisse, die einzeln abgearbeitet werden, ohne dass daraus Impulse zur Neugestaltung, zu höherer Aufmerksamkeit oder zur ernsthaften Besinnung ausgehen. Ob es die mörderischen Attacken auf die Karikaturisten von Charlie Hebdo in Paris war, die Verurteilung des Bloggers Raif Badawi in Saudi-Arabien oder die sagen wir mal erstaunlichen Mediengesetze in Polen, das kopflose Festhalten an der Vorratsdatenspeicherung in Deutschland. Sie alle ploppen auf und verschwinden dann wieder aus den Schlagzeilen, während der Angriff auf die Freiheit bleibt und sich in informeller Angst oder formeller Freiheitseinschränkung durch juristische Normen manifestiert.

Ich glaube, es bräuchte einen Diskurs, wie die Meinungsfreiheit folgender beispielhaft pointiert arbeitender Gruppen stellvertetend für alle anderen Menschen überall auf der Welt zu schützen ist.

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Die Liste ist alphabetisch sortiert und sicher nicht vollständig. Sie soll lediglich als Anstoß dienen, mal wieder über die eigene Freiheit und die Dritter ggf. auch anders Denkender nachzudenken. Im Zweifel ist jeder von uns als Bürger gefordert, den Kern unserer Gesellschaft – die Freiheit – geeignet zu verteidigen.

1 Jahr Charlie Hebdo

1 Jahr Charlie Hebdo, französische Botschaft Berlin

Noch ein Satz zur Überschrift: Ich finde es zuweilen arg einfach, einmalig einer Sache zu gedenken statt sich ernsthaft für die Beseitigung der zu Grunde liegenden Probleme einzusetzen. Leute, bohrt auch mal ein dickes Brett!

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