Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Gift Swift – einige Fragen

Erstellt von gemeinschaft am Dienstag 1. Dezember 2009

Ich stecke meine Nase oft in Themen hinein, die ein wenig abseits dessen liegen, was heutzutage oft großtönend Kernkompetenz genannt wird. Wer es einfacher mag: Ich höre und lese hier und da von Dingen, die mich wegen einer Einzelheit interessieren und ansprechen, aber wirkliche Ahnung habe ich davon nicht. Dann macht mein Gehirn – ebenso wie das anderer Menschen – etwas ebenso Natürliches wie Unsinniges: Es schnappt sich die wenigen erwiesenen Fakten, die zahlreichen Meinungen und Deutungen aus allerlei Medien, rührt diese um und – pardauz – haben wir eine prima Parole oder Halbwahrheit, die z.B. am Stammtisch, im Internetforum oder in Blogs herausposaunt wird.

Da ich das Gefühl habe, dass wir mit dem neuen SWIFT-Abkommen mal wieder ein Thema in der Diskussion haben, wo es wenig verständlich dargestellte Fakten aber großes Trara gibt, stelle ich mal ein paar Fragen und hoffe, dass über Kommentare und Links ein paar nützliche Fakten zusammen kommen. Ich gestehe, dass das Thema zwar lockt, ich aber als Amateur darin besser nicht recherchierend darin herum stochere, weil das a) unprofessionell und b) nicht effektiv wäre.

  1. Was – am besten in einfachen Worten für eine breite Schicht an Menschen – steht genau in diesem SWIFT-Abkommen drin?
  2. Welchen Weg nehmen Bankdaten welcher Banken wirklich?
  3. Kann der Einzelne gegenüber seiner Bank oder an anderer Stelle gegen eine intransparente Nutzung seiner Daten widersprechen?
  4. Gibt es irgendwo eine grafische Darstellung, die das Verfahren, die Beteiligten und Möglichkeiten des Eingriffs aus Sicht der Dateninhaber einfach zusammenfasst?

Ich werfe mal einen Link zu Markus Beckedahl, der sicher eine gute Adresse ist, am Thema dran zu bleiben.

Damit es auch eine Business-Moral gibt, wie das Stammleser schon kennen: Der Akteur Bundesregierung hat mit seiner Meinungsänderung im Abstimmungsverfahren von Ablehnung auf Enthaltung (sozusagen lauwarme Zustimmung) eine Unruhe geschaffen, die u.a. Datenschützer zu öffentlichen Äußerungen gebracht hat. Wenn Sie sich mit einem Thema so positionieren und äußern müssen, dass Sie inhaltlichen Gegenwind von Interessengruppen erwarten, bereiten Sie sich gefälligst bestmöglich darauf vor und kommunizieren Sie so offen wie möglich Ihre hoffentlich guten Gründe. Mund halten und auf das Ende der Empörung warten war früher…

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