Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Handwerker zu Bloggern?

Erstellt von gemeinschaft am Sonntag 5. August 2007

Natürlich, wenn sie etwas zu erzählen haben, was mögliche Kunden interessieren könnte!

Die Zeitschrift handwerk als Magazin der Handwerkskammer Berlin schreibt in ihrer Nummer 08/2007 auf Seite 39 im Artikel namens Web 2.0 – die zweite Internetwelle folgendes: “Mit dem Begriff Blog können inzwischen zwei Drittel der Deutschen etwas verbinden, mit Web 2.0 nur 37 Prozent.”

Das ist schön für den Businessblogbringer und die Differenz der Zahlen ist deshalb nicht so ganz erstaunlich, weil Blogs eine handfeste Methode für die Unternehmenskommunikation sind und Web 2.0 mehr ein Sammelbegriff, der je nach Kompetenz des Schreibers oder Sprechers für dies, das oder jenes herhalten muss. Und weil konkret fast immer besser als allgemein ist, formuliere ich es mal an einem Beispiel aus:

Ich würde mich sehr freuen, wenn z.B. eine Fliesenlegerfirma, die durch ihre tägliche Arbeit spanndende Geschichten zu erzählen hat, ihre Außendarstellung mit einem Businessblog machen würde. Neben zufriedenen Kunden, die sie weiter empfehlen ist das eine besonders gute und preiswerte Möglichkeit, beispielsweise mit Kundenberichten, Berichten über Materialien, Techniken, Messen oder andere Details zu zeigen, dass man sich mit dem auskennt, was man tut.

Und das füge ich noch hinzu: Über die erste Firma, die aus Überzeugung so etwas tut, wird besonders oft und gut geredet. Sind Sie neugierig und selbstbewusst genug, Ihrem Mitbewerb einen Schritt voraus zu sein.

Nachtrag 1
Im Handwerksblog gibt es u.a. eine schöne Zusammenfassung, was man denn aus Sicht von Schreibern, die ausdrücklich für das Handwerk da sind, alles mit einem Blog machen kann. Den vollständigen Artikel finden Sie hier. Durch abgeschaltete Kommentarfunktion können Sie diesen Beitrag selbst leider nicht kommentieren. Ob das Absicht ist?

Nachtrag 2
Ein weiterer Beleg für das Zusammenpassen von Handwerks und Blog ist in meinen Augen der Auftritt der noch jungen Zimmerei Arne Weisner. Schauen Sie einfach selbst, wie der junge Mann sich meines Erachtens überzeugend positioniert! Übrigens herzlichen Glückwunsch zum Start!

Nachtrag 3
Bei zufälligem Stöbern stieß ich noch auf ein Blog, wo es Interessantes von Fleischern und Metzern zu lesen gibt. Der Betreiber dahinter verbindet nach meinem Verständnis mit seinem Angebot auch die Idee, dass das Handwerk der Billigkonkurrenz aus den Supermärkten etwas entgegensetzt. Interessant finde ich insbesondere den Ansatz, ähnlich wie bei bblogs.de ansonsten wirtschaftlich selbständig handelnde Personen gemeinsam kommunizieren zu lassen, um so mehr Aufmerksamkeit zu erzielen, als das vermutlich jeder einzeln erreichen könnte.

Nachtrag 4
Ein freundlicher Mitdenker hat mich auf diesen Beitrag von Frank Bärmann hingewiesen, in dem ein Handwerksbetrieb vorgestellt wird, das ebenfalls den Nutzen von Businessblogs für sich entdeckt hat.

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14 Kommentare zu “Handwerker zu Bloggern?”

  1. Arnold Elbel sagt:

    Tolle Idee…nur welcher Handwerker hat dazu wirklich Zeit? Ich glaube mit meiner hundert Stundenwoche stehe ich nicht allein da. Allerdings werde ich mir die Zeit nehmen und bblogs genauer studieren. Nachdem ich gerade “The long tail” von Anderson lese, denke ich ist es an der Zeit etwas für mein Unternehmen in dieser Richtung zu tun.

    beste Grüße
    A.E.

  2. Knut O.E. Pankrath sagt:

    Hallo Herr Elbel,

    vielen Dank für Ihren Kommentar, der mir verschiedene Vermutungen bestätigt. Zum einen ist das deutsche Handwerk wenigstens in Teilen ganz schön nah am Puls der aktuellen Themen des Internet. Zum anderen höre ich auch den grundsätzlichen Bedarf an Lösungen, wo ein Dienstleister wie ich – ähnlich einem Subunternehmer am Bau – im Auftrag von Handwerkern das an Geschichten online bringt, was diese z.B. via Fax, E-Mail oder Telefonat in Rohform bei mir abliefern. Ich bin gespannt, was da zukünftig auf mich zu kommt und wer oder was als erstes hier seine Stimme erhebt.

    Da ich von Kollegen aus meiner Branche zu der Idee der Handwerkerblogs bislang einige Skepsis geerntet habe, wäre mir der Erfolgsfall auf jeden Fall eine Pressemeldung wert, die in der Regel eine ganze Reihe Leser anlockt.

    Bevor ich hier schließe, möchte ich gern noch ein Lob für Ihre Webseite aussprechen: Diese ist sehr kundenzentriert, man findet alles sofort und es macht Spaß, darauf ein wenig zu stöbern.

    Mit besten Grüßen aus Berlin
    Knut O.E. Pankrath
    Businessblogbringer

  3. Jens Tippenhauer sagt:

    Lieber Herr Ebel,

    ich glaube Sie sind näher dran, als Sie ahnen!
    Stellen Sie sich vor, Sie hätten sich nur 5 Miunten mehr Zeit genommen, als Sie für Ihren Kommentar benötigt haben – und schon hätten Sie Ihren ersten Beitrag auf dieser Seite gehabt. Immerhin hat mich allein die Lektüre Ihres Kommentars neugierig gemacht herauszufinden, wer Sie sind und was Sie machen. Hab’s getan und werde mir Ihre Seite merken :-)
    So einfach kann es sein, interessante Kontakte herzustellen.

    Viele Grüße

    Jens Tippenhauer
    Radiowerbefritze

  4. Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt sagt:

    Hallo Herr Pankrath,
    mein Kommentar zu obigem Nachtrag 3:
    Sie haben die Strategie von http://www.fleischerblog.de sehr gut interpretiert. Es ist tatsächlich so, wie Sie vermuten: Durch gemeinsame Kommunikation über Beiträge und Kommentare wir sehr viel bewegt. Das beweisen die ständig steigenden Zugriffszahlen auf dem Blog.
    Auch die wechselseitigen Blogroll-Verlinkungen tragen zu dem entsprechenden Ergebnis bei.
    Vielen Dank für die Erwähnung in Ihrem Blog.
    Herzliche Grüße
    Fleischerblog-Moderator
    Dipl.-Kfm. Hans-Jürgen Schmidt

  5. Michael Finger sagt:

    Hi ,
    ich weiß ein wenig Spät um auf den Blogeitrag zu antworten, aber ich kann das so nicht stehen lassen.

    Bei den meisten Handwerker Seiten sind schon auf der normalen Webseite gar nicht so viele Besucher wie sich das so ein Handwerker wünscht, die meisten haben mal gerade

  6. gemeinschaft sagt:

    Hallo Herr Finger,

    ich verstehe meinen Eintrag als einigermaßen zeitlos, so dass ich Ihren ergänzenden Beitrag nicht als zu spät einschätze. Leider ist jedoch von Ihrer gewünschten Aussage offenbar etwas abhanden gekommen. Es würde mich und vielleicht auch andere Leser freuen, wenn Sie das noch nachtragen würden.

    Adventliche Grüße,
    Knut O.E. Pankrath

  7. Michael Finger sagt:

    Na, dann probieren wir es ein 2mal.

  8. Michael Finger sagt:

    kleiner 200 Besucher am Tag und sehr viel Geld für Ihre Seite hingelegt, das man dann nicht gerade auch noch ein Blog sich einrichten läst, was ja auch wieder Geld kosten würde, ist glaube ich verständlich.

    Ein weiteres Problem ist das viel doch nur Regional arbeiten und festgestellt haben das sie über Ihre Webseite keine Aufträge bekommen. Das ist dann der Nutzen / Kosten Faktor , was nutzt es mir wenn ich keine Aufträge bekomme und für die Unterhaltung Geld bezahlen muß, da ich selber keine Ahnung habe von html und php und was man sonst noch so brauch um eine Webseite / Blog zu unterhalten. Den alleine nur die Texte würde ja nicht viel nutzen.

    Leider ist es im deutschsprachigen Raum auch so das man Angst hat das der Mitbewerber durch die Webseite sieht was ich kann und es nachmacht, die meisten Handwerker Seiten haben von daher eigendlich nur allgemeine Inhalt, aber sehr selten fachbezogenen Inhalt, so wie man es von US Seiten her kennt. Wobei ich persönlich sagen muß das ich nicht Glaube, das man etwas wirklich nachbauen kann, wenn es auf sehr hohen Können gebaut ist.

  9. Michael Finger sagt:

    Das ist wie mit den Blogern, der eine hat sehr viele Besucher und verdient damit sogar sein Lebensunterhalt (siehe das Blog von Robert Basic ), der andere Bloger schreibt über das gleiche Thema hat aber kaum Besucher. Es kommt darauf an wie man schreibt und nicht das man schreibt. Aber das hat sich bei den Handwerkern noch nicht so durchgesetzt, das es auf das wie ankommt und nicht auf das was man macht.

    Ein für meinen Bereich immer sehr schönes Beispiel ist der größte Möbelverkäufer der Welt und ein Tischler, die Leute bezahlen bei dem Möbelverkäufer mehr für Ihre Möbel, als zum Tischler zu gehen und zu fragen was den so ein Möbel kosten würde (gilt nur für gehobene Möbel) Aber es würde sich ja nur was ändern, wenn die Tischler selber mal besser werben und durch das Blogen / Webseite der Kunde sehen würde das der Tischler es besser und schöner kann für einen Preis den der Kunde gerne bereit ist zu bezahlen. Aber ne da wird dann immer nur gejammert.

  10. Zimmerei Würzburg sagt:

    Sehr schöner Blog. Absolut lesenswerter Beitrag!

  11. gemeinschaft sagt:

    Vielen Dank Richtung Würzburg für das Lob!

    Auf der Landkarte der Mitglieder von bblogs.de ist Bayern bislang noch ohne aktiven Vertreter. Nachdem ich in früheren Jahren beinahe 20 Mal Urlaub im schönen Ostallgäu gemacht habe, würde ich mich sehr freuen, wenn das bald anders würde…

    Gruß vom Businessblogbringer
    Knut O.E. Pankrath

  12. Torsten sagt:

    Wie sich Handwerk und Bloggen versteht? Sehr gut! Zu dem Thema der aktiven Handwerker war auch ein guter Berich auf online-handwerker.de, glaube die verkörpern das ganz gut ;)

    Torsten

  13. Paula sagt:

    Danke für die Infos…echt ein Top Eintrag !

  14. Spongi sagt:

    Ein Alter aber Interessanter Beitrag. Bin da der Meinung das es interessant wäre wenn die Handwerker so ein paar Geschichten aus der täglichen Arbeit mit ein paar Bildern erzählen. So das der Interessierte einen Einblick in die Arbeit bekommt.