Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Jobsuche und Bewerbung im Web 2.0

Erstellt von gemeinschaft am Montag 14. April 2008

So lautet der Titel des 9,95 Euro teuren Buchs aus dem Eichborn Verlag, das Svenja Hofert mit dieser vor Buzzwords strotzenden zweiten Untertitelzeile versieht: Erfolgreich mit XING, Blogs, Videos & Co. Ich habe mir das Buch vorgenommern, weil ich schon dieses Buch von Svenja Hofert besprochen habe, weil es auf bblogs.de bereits ein erfolgreiches Bewerberblog gegeben hat und das Thema Vermarktung von Produkten, Dienstleistungen und Personen mich grundsätzlich interessiert.

Der Leser findet auf über 120 Seiten die Begriffserklärungen für Web 2.0 sowie seiner gängigsten Werkzeuge, wie sie aus Sicht der Autorin sinnvoll für die Selbstvermarktung einsetzbar sind. Relativ durchgängig schimmert für mich durch, dass auch hier der Trend zum gefunden werden geht, statt ungezielt und massenhaft auszusenden. Die Sprache des Buchs ist gefühlt durchgängig der Sache angemessen korrekt und schnörkelarm. Das ist sicher dem Genre geschuldet, wenn ich mir auch ein paar mehr “Ausritte” der Art gewünscht hätte, wie sie in der Xing-Fehler-Top-Ten zu finden sind. Diese Liste wäre übrigens gut beim Rankingportal rankaholics aufgehoben, das ich kürzlich hier interviewt habe.

Wer sich in Zeiten von Web 2.0 mit dem Thema Bewerbung beschäftigen will oder muss, kauft mit diesem Buch die Expertise von Svenja Hofert mit, die auch umfaassende Kenntnisse der Arbeitgeberseite (vermeintlich die der Entscheider) mitbringt. Und wenn man sich selbst demontierende Fehler so einfach vermeiden kann, sollte man das als Möglichkeit nutzen.

Die Verlagsinformation, den Klappentext oder ähnliche Fremdtexte muss ich hier nicht wiederholen, da im Laufe der Zeit jeder online Buchhändler diese zur Verfügugn stellt.

Ergänzungen hätte ich jedoch noch, die ich einem Kommentar zum Bloghost gleichzusetzen bitte:

  1. Als Experte für Businessblogs hätte ich mir eine konsequentere Abgrenzung der eher privat oder geschäftlich motivierten Blogs gewünscht, wie ich es als Businessblogbringer natürlich selbst tue und auch bei anderen verstärkt beobachte.
  2. In dem Abschnitt, wo es um die Herstellung von PDF Dateien geht, hätte ich mir einen Hinweis auf die lizenzkostenfrei herunterladbare und nutzbare Bürosoftware OpenOffice.org gewünscht.
  3. Das Werkzeug Podcast wird auf eher knappen zwei Seiten abgearbeitet, was mir das Phänomen unterrepräsentativ darzustellen scheint. Hier muss ich einfach den Ball an Fabio Bacigalupo von podcast.de weiterspielen und versuchen, ihm einen Kommentar oder einen Beitrag zum Thema “Podcasts und Bewerbung” zu entlocken.

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Ein Kommentar zu “Jobsuche und Bewerbung im Web 2.0”

  1. Fabio sagt:

    Da liefert mir der Knut so eine Vorlage, da bleibt mir quasi gar nichts Anderes übrig als darauf einzugehen! :-D

    Für einen kompletten Beitrag betrifft mich das Thema Bewerbung als Selbstständiger nicht sonderlich. Was ich als Chef aber gut fände, wäre ein Podcast eines Bewerbers, der mir klar macht, dass der Bewerber sich gut präsentieren kann und Medienkompetenz hat. Wenn der Bewerber sich dann inhaltlich auch noch mit den Themen auseinandersetzt, die er im beruflichen Alltag braucht, würde mir das zeigen, dass der Bewerber seinen Job gerne macht. Wenn der Podcast dann auch noch anspruchsvoll und gehaltvoll ist, würde ich erstmal davon ausgehen, dass der Bewerber auch eine gewisse Kompetenz mitbringt. Für mich wäre ein Bewerber mit einem Podcast erste Wahl (für ein Bewerbungsgespräch)!