Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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JVSMoabit 2016/2017

Erstellt von knutpankrath am Donnerstag 24. September 2015

Ich habe erstmals in meinem Leben die öffentlichen aber sehr mäßig besuchten Haushaltsberatungen zum Haushalt des Bezirks Berlin-Mitte besucht. Genauer gesagt eine der zwei Sitzungen. Wenn wir von Mitte im Sinne dieser neumodischen künstlich zusammengenähten Bezirke reden, haben wir es mit einer Stadt mit ca. 350.000 Einwohnern zu tun, was jeweils mehr ist als z.B. Bochum oder Gelsenkirchen zählen.

Der Beobachter merkt fix, dass Haushälter nicht durchgängig das Fach Komik studiert haben. Sprich: Zeitweise war das recht dröge und emotionsarm, obwohl die Beratungen und Entscheidungen durchaus einigen Einfluss auf die Zufriedenheit und Lebensqualität z.B. für Kinder haben können, die in der Zukunft hoffentlich einen klügeren und abgasärmeren Verkehrsmix leben, als wir das derzeit insgesamt tun. Und dazu gehören geschützte Räume für Kinder aus aller Herren Länder, die Kompetenz zur Teilnahme am öffentlichen Verkehr per Fahrrad zu erwerben.

Noch ein, zwei Kringel vor der guten Nachricht? Ja, gönne ich mir. Kringel 1. Das längste zusammenhängende Stück Debatte am Besuchstag drehte sich wenigstens gefühlt um eine zu schaffende oder wieder zu besetzende Stelle im BVV-Büro. Es kann gut sein, dass ich das nicht bis zur letzten Ritze verstanden habe, aber es wirkte so, als ginge es weniger um die Sache als um bürokratische Verfahren, persönliche offene Rechnungen und den Wunsch, die eigene Stimme zu hören. Zum Glück haben irgendwann 2 bis 3 Leute gesagt, dass man in einer Schleife gefangen sei und eine Ausweitung dieses Disputs eingefangen. Das war ein für mich eher folkloristischer Teil, da die ursprünglich zu lösende Frage eher einfach wirkte. Kringel 2. Verwundert war nicht nur ich, was denn das Schülerbootshaus Tegel, Schwarzer Weg 25, im Haushalt des Bezirks Mitte zu suchen hat.

So, nun wollen wir mal die Spannung ein wenig auflösen. Im Haushaltsentwurf für 2016/17, wie er wohl heute in die BVV eingebracht wird, sind die selben Mittel für den Betrieb zweier Jugendverkehrsschulen (sprich Bremer Straße in Moabit und Gottschedstraße im Wedding) eingestellt, wie in den Jahren zuvor. Da der im System vagabundierende Antrag zur Aufgabe der Jugendverkehrsschule Moabit derzeit keine Mehrheit findet, könnte nun konstruktiv eine Sanierung und eine Öffnung des Geländes voran getrieben werden, um die gesellschaftliche Rendite für die Fläche zu erhöhen.

Es ist ja schon drollig, wenn wir von der Initiative zum Erhalt der JVS von Kindergärten und fahrradbezogenen Projekten angesprochen werden, ob und wie sie diese das Gelände mitnutzen können, was gesellschaftlich gewünschte Ziele mitzuerreichen helfen würde…

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