Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Kundendiensttest O2 – Teil 2

Erstellt von gemeinschaft am Donnerstag 3. September 2009

Donnerstag 8:00, regnerisch. Das buchbegleitete Warten vor dem Haus wie beim ersten „Termin“ bietet sich nicht gerade an. Also Aushang mit 3 Varianten für Erreichbarkeit (zwei Klingelschilder und eine Festnetznummer) ausgehängt und munter losgewartet. Die Ungeduld treibt mich später doch gelegentlich vor die Haustür.

10:40 Ein Fahrzeug mit Beschriftung t-com hält vor dem Haus. Juhu. Nach der Begrüßung erklärt mir der freundliche Herr, er sei für Nachbarn x da und nicht für mich. Frust. Ich überlege hin und her, ob die Disposition der Techniker tatsächlich übersehen oder ignorieren kann, dass der Nachbar und ich im selben Gebäude wohnen. OK der Nachbar wohnt Hausnummer 2 und ich 2a… Ich bleibe grübelnd und trotzig vor dem Haus und zeige durch Herumtigern deutlich den Wunsch nach Lösung meines Problems.

11:00 „Herr Pankrath?“ Der t-com-iker hat nochmal in seinem Toughbook (sieht echt wüsten- und tauchtauglich aus das Teil) geblättert und bemerkt, dass er „meinen Auftrag“ ebenfalls zugeteilt bekommen hat. Hoffnung keimt auf. Jetzt folgt die Aussage, dass er erst einmal ins Amt führe und dort prüft, ob das richtige Signal überhaupt raus ginge. Ich denke lieber gar nicht erst, dass das bei optimaler Vorbereitung VOR dem Losfahren hätte passieren können. „Ich bin in gut einer halben Stunde wieder bei Ihnen.“ Klingt gut.

11:35 oder so. Das Signal geht brav bis zum Verteilerkasten vor dem Haus. Ein Signaltontestgerät mit ein paar Lämpchen macht unmißverständlich klar, dass das an meiner DSL-Zapfstelle in der Wohnung nicht mehr der Fall ist. Nun kommt der nächste Dienstleistervolltreffer, wie ich finde: Der DTAG-Mann will an einen Verteilerkasten innerhalb des Hauses, der mangels Schlüssel und Hausmeister gerade nicht zugänglich ist. Das wirklich nervige daran ist, dass mir in keinem meiner Telefonate irgendwer gesagt hat, dass ich für Zugriff auf Dinge außerhalb der eigenen Wohnung zu sorgen hätte. Hätte ich vielleicht ahnen KÖNNEN. Die aber hätten es wissen MÜSSEN. Freundlicher Abmarsch Techniker.

Inzwischen kumulierte Wartezeiten auf Techniker 435 Minuten
Tage ohne DSL / Festnetz: 6
Gemütszustand: unbeglückt, der grau Himmel tröstet auch nicht…

Vor dem nächsten Termin muss ich nun noch schauen, wie man an diese hausinterne Verteilerei rankommt.

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