Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Medienkompetenz Bezirksamt Mitte von Berlin

Erstellt von knutpankrath am Mittwoch 4. Mai 2011

Anlass

In meiner Mailbox entdeckte ich die Einladung zur Eröffnung des neuen Spielhauses des pädagogisch betreuten Spielplatzes Ottopark. Wie das Schicksal des Absenders der Mail es heute wohl wollte, stieß mir bei der Lektüre eine lästige Unstimmigkeit auf. Das reicht gelegentlich, meinen Blick zu schärfen und ein wenig genauer zu schauen, was mir da vorliegt.

Medienbruch

Über eine aus 3 kurzen Sätzen bestehende E-Mail mit 2 Anhängen könnte man als Purist und digital citizen bereits diskutieren. Das lassen wir an dieser Stelle aber mal großzügig bleiben. Wenn dann aber in einem Mailanhang das Formblatt zur Anmeldung für die Veranstaltung als einzigen Kanal das ein wenig aus der Mode gekommene FAX anbietet, schwanke ich zwischen persönlichem Ärger, Lachen und Weinen. Meine Anmeldung werde ich sicher mailen oder unangemeldet kommen.

Datenschutz

Gelegentlich juckt es mich, Kurse für Mitarbeiter größerer Organisationseinheiten in Verwaltung und Wirtschaft anzubieten. Zur Aufarbeitung der E-Mail von Herrn Bürgerspammer böte sich eine Vertiefung des Themas CC und BCC an. Denn was macht der Herr? Sendet die E-Mail mit offen sichtbaren Verteiler an eine 3-stellige Anzahl von Menschen, die sicher nicht alle einzeln gefragt wurden, ob sie ihre E-Mail Adresse derart öffentlich dargestellt haben wollen. Vielleicht bietet der Berliner Beauftragter für Datenschutz und Informationsfreiheit ja Schulungen auch zu diesen Fragen an?

Web 2.0

In Zeiten von facebook, twitter und Co. tun Parteien, Verbände und Verwaltungen gern mal so, als seien sie in der Jetztzeit angekommen. Das gelingt aus meiner Sicht wenig. Manchmal auch gar nicht. Denn warum bitteschön muss mit Herrn Bürgerspammer eine Person die Einladung einer anderen Person als Anhang in einer E-Mail versenden? Wenn denn Bezirksstadträtin Petra Schrader einlädt, wäre es in meinen Augen authentischer, wenn die Einladung von Ihrem E-Mail Account käme. Das gälte jedenfalls für zeitgemäße Markenführung im Web 2.0 als ein Maßstab für Kundennähe und Glaubwürdigkeit.

Bürger und selbsternannter Nachhilfelehrer Pankrath hat gesprochen.

  1. Nachtrag
    Es wurde mir energisch nahegelegt, den Täter des von mir empfundenen Unfugs aus dem Bezirksamt Mitte von Berlin Jug R 2402 Regionaldienst Moabit zu schützen, indem ich an Stelle der ursprünglichen Namensnennung den Beitrag in diesem Punkt anonymisiere.

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2 Kommentare zu “Medienkompetenz Bezirksamt Mitte von Berlin”

  1. Francesco sagt:

    Finde ich super, dass hier regelmaessig gepostet wird.

  2. Bezirklicher Datenschutz in Berlin, Auffindbarkeit, schlechte » sagt:

    [...] Kopie (“cc”) aller E-Mail Adressen versendet werden? (Wird irgendwann erneut als eigenes Thema [...]