Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Mit PR auf der Wahrnehmungswelle surfen

Erstellt von gemeinschaft am Donnerstag 7. Februar 2008

Roadshow von Landau Media und Faktenkontor

So hieß es in Titel und Untertitel der berliner Ausgabe der Veranstaltung, die ich am 6. Februar 2008 im Angleterre Hotel besucht habe. Für diesen Veranstaltungsort sprachen neben der direkten Nachbarschaft zum Sitz der Landau Media AG sicher auch die Fähigkeit, einer Veranstaltung mit geschätzten 150-180 Personen den passenden bestuhlten Raum und ein gelungenes Catering mit dazu passendem Service zu bieten.

Eine klare Dreiteilung der vorgetragenen Inhalte und der sie tragenden Personen war hilfreich, die jeweiligen Kernkompetenzen der Referenten und damit denkbare geschäftliche Anknüpfungspunkte erkennbar zu machen, auch wenn man den PR-Markt vielleicht noch nicht so gut kennt.

  1. Eike Tölle und Uwe Mommert von Landau Media stellten eine musterhafte Probe ihrer Beobachtung des Marktes so bezeichneter neuer Energieanbieter vor. Aus Businessbloggersicht war es für mich besonders interessant, dass optisch beeindruckende Ergebnisse auf Basis der Beobachtung – von für mich nur – 18 ausgewählten Quellen produziert wurden. Vielleicht liegt ein Teil mangelnder massenmedialer Beachtung von B(usinessb)logs daran, dass diese die Zahl potenziell zu beachtender Quellen in kaum beherrschbare Mengen treiben. Als Hausarbeit ergäbe sich aus meiner Sicht folgende Frage: Wie fädel ich als Businessblogger meine Inhalte in ein ergänzendes System, das es professionellen Medienbeobachtern erleichtert, sie zu finden?
  2. Roland Heintze und Jörg Forthmann vom Faktenkontor zeigten unter anderem am Beispiel der Eisbärenstories von Knut + Flocke, dass der Kern dieser Aufmerksamkeitswellen so wenig spektakulär ist, dass es offenbar gemachte Stories sind. Die wichtigste daraus ableitbare Folgerung scheint mir zu sein, dass das eigentlich jeder schaffen kann, wenn er a) einiges an Gedanken darin investiert und die Außendarstellung einer Idee oder eines Produktes b) gezielt und diszipliniert voran treibt. <ACHTUNG Eigungwerbung Beginn>: Genau das kann man mit einer Kombination aus Businessblog bei bblogs.de und unterstützender Beratung des Autoren auch für schlankes Budget bewerkstelligen <ACHTUNG Eigungwerbung Ende>.Von den beiden vorstehenden Teilen gab es ein Handout, das anders als eines einer Vorjahresveranstaltung noch nicht im Downloadbereich von Landau Media bereit steht. Das wird sicher noch kommen. Vielleicht auch Bilder zur Veranstaltung? Eine beauftragte Fotografin jedenfalls hat fleissig und unauffällig abgelichtet.
  3. Ergin Iyilikci von Immobilienscout24 hatte die sicher dankbare Aufgabe, als Referent die prämierte Kampagne Übernachten bei Freunden als best-practise-Beispiel vorzustellen. An zwei besonders spannenden Stellen wurde es für mich ein wenig mystisch: Die angedeuteten Kosten für die Aktion mit allen dazu gehörigen Aufwänden konnte ich mir nicht so recht vorstellen und sie liegen mit einem “mittleren fünfstelligen Eurobetrag” vermutlich auch über dem Jahresumsatz vieler Kleinunternehmen. Jedenfalls wurde mit diesen Ausgaben ein PR-Wert von ca. 8 Mio geschaffen. Hier wäre spannend gewesen, wie man von beobachteten objektiven Medienverbreitungszahlen auf diesen Wert kommt und was konkret das für das um diesen Wert reichere Unternehmen bedeutet. Da ich nach eigener Einschätzung nicht der einzige im Saal war, der das nicht verstanden hat, fällt mir als Lösung erst einmal eine Erklärung ein: Das traut sich keiner zu fragen, weil es ausreichend forsch wirkend vorgetragen wurde oder aber der Glaube an die dahinter liegenden (pseudo?-)mathematischen Modelle eine DER Rechtfertigungsmöglichkeiten für verursachte Kosten ist, für die ja irgendwer im Unternehmen verantwortlich zu zeichnen hat.

Nach dem inhaltlich für mich sehr interessanten und stimmigen Teil kam der gemütliche Teil mit Büffet, Getränken und zahlreichen netten Gesprächen, bei denen noch nicht ganz klar ist, wozu sie führen können. Dabei habe ich mal wieder bewusst niemanden aktiv angesprochen und hatte trotzdem oft interessante Gespächsgegenüber. Somit kann ich mal wieder sagen: Lächeln als Maßnahme des Pullmarketings funktioniert. Oder kurz: Alles Prima.

Aus Sicht des Businessblogbringers kann ich mir nicht verkneifen, die Frage zu stellen, welche Ziele in der Außenwirkung Uwe Mommert und Jörg Forthmann als Autoren auf dem Mediacoffe Blog verfolgen und ob die sagen wir mal noch zu übertreffende Post-Dichte für die Erreichung zielführend ist. Ich denke, soviel Anpikerei ist gut sozialverträg und lädt womöglich zum Kommentar ein?

  1. Nachtrag
    Wie ich entdeckt habe, gibt es auch eine Bildergalerie der Roadshow und mittendrin auch ein Bild von mir.
  2. Nachtrag
    Nunmehr steht auch das “Handout zur Roadshow” (entPRtes deutsch: ausgeteilte Unterlage zur Informationsveranstaltung) als .pdf Datei hier zur Verfügung.
  3. Ich hatte ja unkommentierterweise ein wenig zur Postdichte von Uwe Mommert gespöttelt. Bernd Eck attestierte seinem Interviewpartner ein paar Monate nach meinem Artikel hier, dass er “regelmäßig im Mediacoffee Blog publiziert”. Mag jeder selbst sehen, wie er die zumindest sich bei mir auftuende kognitive Disonanz geschlossen bekommt…

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