Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Mitarbeiterdaten schützenswerter als Bürgerdaten?

Erstellt von knutpankrath am Mittwoch 25. Mai 2011

Ich hatte über ein Ärgernis in Sachen seltsamen E-Mail Gebrauchs berichtet, zu dem ich gestern eine mich ebenfalls irritierende Nachricht erhielt, die ich hier anonymisiert wiedergebe:

Sehr geehrter Herr Pankrath,
von meinem Mitarbeiter piep bin ich darüber informiert worden, dass Sie bzgl. der Medienkompetenz der Berliner Verwaltung, hier die der Mitarbeiter/innen des Bezirksamtes Mitte Defizite sehen. In diesem Zusammenhang stellen Sie Herrn piep mit vollem Klarnamen öffentlich mit weltweiter Wirkmöglichkeit auf Ihrer Internetseite http://knutpankrath.de/medienkompetenz-bezirksamt-mitte-von-berlin/ an den “Pranger”. Dieses Verhalten verletzt den von Ihnen in ihrem Artikel hoch gehaltenen Datenschutz und insbesondere das Persönlichkeitsrecht meines Mitarbeiters deutlich.
Ich kann und werde dies nicht dulden und fordere Sie deshalb auf, Ihre Kritik – die Sie natürlich äußern können – zu anonymisieren.

Zur Begründung

1. Herr piep war beauftragt, das von der für diese Veranstaltung zuständigen Stadträtin im Bezirksamt Mitte von Berlin freigegebene Einladungsschreiben raschestmöglich an den Adressat/inn/renkreis auszusenden. Hierfür bietet sich regelmäßig der Versand per E-Mail an.

2. Entgegen Ihrer Vermutung, dass die Berliner Verwaltung ihre Mitarbeiter/innen auffordert, E-Mails an mehrere Adressat/inn/en stets mit unsichtbarem Verteiler (Bcc) auszusenden, gibt es die Aufforderung, dienstliche E-Mails nur im Feld “An” bzw. “Cc” zu adressieren. Dies wird bestätigt durch unseren bezirklichen Datenschutzbeauftragten und unsere IT-Stelle.

3. Die vorgeschlagene Rückmeldung per Fax sollte dazu beitragen, über die Zuordnung der zu erwartenden Gäste rasch einen Überblick zu erhalten.
Ihre Einschätzung, dass dies nicht mehr zeitgemäß sei, kann ich gelten lassen. Es war und ist jedoch nicht so, dass Rückmeldungen auf anderen Wegen (Telefon, E-Mail, postalisch) aussortiert würden, jede Rückmeldung wird natürlich angenommen – dazu ist die Berliner Verwaltung auf Grund von Regelungen in der Gemeinsamen Geschäftsordnung (GGO) auch verpflichtet. Insofern nehmen wir auch Ihre geäußerte Anmeldung aus Ihrem Artikel unter dem o. a. Link ernst und erwarten Sie am 27.05.2011. Vielleicht finden wir an diesem Tag auch zueinander und können diesen Vorgang noch in einem Gespräch reflektieren, ich bin gern dazu bereit.

Freundliche Grüße
Im Auftrag

hmpf, drängte keine Termin, antwortete ich darauf noch. Mal schauen, wann ich dazu Zeit habe.

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