Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Moabit liest 2011

Erstellt von knutpankrath am Samstag 19. November 2011

Nachbarschaftshilfe Moabit

Nach 2 Jahren ohne aktive Teilnahme als Besucher konnte ich in diesem Jahr a) überhaupt und b) auch noch mit meiner lieben Frau ein paar Programmpunkte wahrnehmen. Anonymer Dank gilt da einer lieben Nachbarin, die unsere Tochter zu Abendbrot und Übernachtung eingeladen hat. Man redet in Moabit miteinander und hilft sich nach Möglichkeit auch. Etwa Widerspruch? Nein? Dachte ich mir.

Mitmachkultur Moabit

Bekannte und weniger bekannte Menschen stellen sich ehrenamtlich als Vorleser zur Verfügung. Zahlreiche arrivierte und aufstrebende Institutionen stellen ihre Räume kostenlos zur Verfügung. Ich habe an jedem der angelaufenen Orte mir bekannte Menschen treffen können und Hinweise auf spezielle Eigenschaften einzelner Programmpunkte erhalten.

Unsere Tour

Moabit liest

Teilmotiv Flyer

Nach leckerer Stärkung in der lokalen Gastronomie ging es auf folgende Tour:

  • Cafe Moabit
    Das noch nicht offiziell eröffnete Café Moabit war gut gefüllt. Sprich: Keine freien Stühle mehr. Zum Glück hatte sich zuvor niemand auf die auf der Bühne stehende Couch gewagt, die für 6 Leute Platz bot. Es lümmelte sich hervorragend dort, auch wenn nicht alle auf der Bühne Sitzenden sonderlich scharf darauf waren, dem größeren Teil des Publikums gegenüber zu sitzen. Die Vorleserin Ilona Troncoso las wirklich toll vor, was den diskutablen Hang zur leicht ermüdendenden Wiederholung des Buches “Ich werde ein Berliner: How to be a really hip German” von Wash Echte eine Zeit lang überdecken konnte.
  • Freddy Leck
    Leider war es bei unserem ersten Anlauf auf Erasmus von Meppen mit seinem Roman “Prälla meint er . Ein lupenreiner Liebesroman” so voll, dass man nur Gesäße bereits stehender sah und die Ohren nur den Sound eines Wäschetrockners geboten bekamen. Also spontane Programmänderung.
  • Galerie Nord
    Ralf G. Landmesser verfügt über das, was jeden Neumoabiter locken müsste: Lokalkolorit satt. Die Art seines Vortrages ist ein echtes Vergnügen, das mehr Publikum verdient hätte. Ich hoffe, er hat es in der Arminius Markthalle bei seinem zweiten Auftritt gefunden. Der zum Filmkeller mutierte Luftschutzraum mit Original Dräger Luftreinigung gegen Giftgas von außen überzeugte darüber hinaus durch eine gewisse Muffigkeit. Zuweilen ist es real wie sinnbildlich gut, wenn mal etwas frische Luft hier und dort um die Nasen weht.
  • Freddy Leck
    Immer noch oder schon wieder krachend voll. Machte aber nichts. Man kann sich ja auch mit den netten Menschen unterhalten, die man vor Ort oder zwischen diesen trifft.

Was für ein toller Abend! Die Insel Moabit war ein guter Gastgeber.

Verwandte Beiträge