Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Moabit traf die Sprecher der Quartiersräte Moabit West und Moabit Ost

Erstellt von knutpankrath am Montag 16. April 2012

meine Kurzeinschätzung

Schön war es für mich im Cafe Moabit. Für eine mit relativ wenig Vorlauf angekündigte Premiere war es auch gut besucht. Norbert Onken und Tania Meyer haben unseren Gästen im Publikum wie ich finde einen guten Eindruck von dem vermittelt, was die Arbeit im Quartiersrat ausmacht, warum sie das machen und auch wie sich die beiden Kieze bei allen Gemeinsamkeiten in ihrem Handlungsbedarf unterscheiden. Vielen Dank dafür!

Unser redaktionelles back-up mit gelegentlichen Hinweisen über die Zeit sowie Hinweisen via skype am Tisch haben sich für mich bewährt. Dass die Schriftgröße bei skype mich beinahe zum Absetzen der Brille genötigt hätte, bedarf der Nachforschung. Schrift vergrößern kann ja wohl kein Hindernis sein.

meine Selbstkritik

  • Entgegen meiner Erwartung habe ich mich als nur mäßig aufgeregt wahrgenommen.
  • Dass ich mich trotzdem selbst bei der Vorstellung zunächst vergessen habe, finde ich im Nachhinein zwar irgendwie drollig, aber das darf natürlich nicht sein. Ich kann kaum unterstellen, dass alle Besucher der Veranstaltung mich kennen…
  • Gern ziehe ich mir  auch den Schuh an, dass ich mich für die Rednerliste verantwortlich[er] zu fühlen habe. Mal sehen, wie das ohne übliches Alphamännchengehabe von Moderatoren und Interviewern geht, die aus meiner Sicht zuweilen zu sehr eine Profilierung über rüdes Unterbrechen von Bühnengästen oder Publikum fahren.
  • Ich frage mich, ob die Dreigliederung des Formats in vorbereitete Fragen vom Moderator – Pause – Fragen des Publikums gut genug herausgekommen ist, um noch mehr Menschen im Saal zu beteiligen und weitere Besucher anzulocken.

meine Fragen

Hier finden Sie übrigens die Fragen, wie ich sie mir auf meinem Moderationszettel zurecht gelegt hatte:

  • Der Quartiersrat ist ein rechnerisch anwohnerdominiertes Gremium, in dem u.a. Empfehlungen für die Vergabe von Fördermitteln aus unterschiedlichen Töpfen erarbeitet werden. Wie sind die verschiedenen Mitglieder des Rates in West und Ost bestimmt und damit legitimiert worden?
  • Was war Deine/Ihre Motivation, die Zeit zu investieren, ehrenamtlich für den Quartiersrat zur Verfügung zu stehen?
  • Was hat es denn mit den Fördertöpfen QF1, QF2 und QF3 auf sich? Können Sie jeweils ein Beispiel für ein Projekt geben, das Ihnen besonders lebhaft in Erinnerung ist?
  • Haben die scharfen Quartiersgrenzen Vorteile für die Menschen, die hier wohnen und damit zusammenhängend: Welche Möglichkeiten gibt es, den Grenzen von Förderkulissen ihren trennenden Charakter zu nehmen, wie Altbundespräsident Richard von Weizsäcker mal so schön formulierte?
  • Der Bezirk Mitte leidet mit 6,6 Mio Euro Altschulden unter einer Haushaltssperre. Was kann und soll die Arbeit des Quartiersrates in der Jugendarbeit leisten, wenn Orte wie beispielsweise Bredowtreff, Schulgarten und B8 von Kürzungen bedroht sind, die in letzter Konsequenz auch zu Schließungen führen können?
  • Zeit für einen Appell ans Publikum: Was wünschst Du Dir an bürgerlichem Engagement für Moabit?

Nächster Gast

Wir freuen uns sehr, am 20. Mai 2012 ab 16.00 den Bezirksbürgermeister von Berlin-Mitte Dr. Christian Hanke im Cafe Moabit begrüßen zu dürfen.

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