Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Namensschild als Marketing?

Erstellt von gemeinschaft am Mittwoch 22. Oktober 2008

Bevor noch irgendwer glaubt, nun seien stabile Anzeichen für einen verwirrten Geist hier zu finden, machen wir doch mal gemeinsam einen kleinen Versuch, den ich gerade selbst allein gemacht habe. Ziehen Sie bitte aus Ihren gesammelten Visitenkarten der letzten Zeit blind 10 Stück heraus. Dann schauen Sie mal genau, was da drauf steht und was nicht.

Präziser: Es gibt zahlreiche Konventionen,  was denn auf so ein Kärtchen gehöre und was eher nicht. Gehen wir aber mal funktionell an die Sache heran, dann werden Sie sehen, worauf ich hinaus will. Streichen Sie mal alles durch, was auf der Visitenkarte Sie im Moment der Entgegennahme nicht drängend interessiert hat und schauen mal, was übrig bleibt. Firma wissen Sie. Name muss wohl. E-Mail Adresse und Telefonnummer? Braucht man oft schon. Und sonst? Drollige Abteilungsbezeichnungen? Braucht keiner und steht im Web. Mitgliedschaft in irgendwelchen Verbänden? Dito. Die liebsten Produkte der Firma? Och nöh. Und was fehlt bei den meisten? Wofür genau ist der Mensch zuständig bzw. zu welchen Themen von A-Z können Sie ihn ansprechen und demzufolge wo endet dessen Interesse oder Horizont.

Und hier kommen wir zur wirklich guten Idee der Macher vom Berliner Barcamp 3:

bcberlin3.JPG

Jeder Teilnehmer konnte im Vorfeld der Veranstaltung seine 3 Schlagworte (neudeutsch: Tags) frei wählen und es somit Anderen leichter machen,  zielgerichtet ins Gespräch zu kommen. Zusätzlich war das Namensschild mittels Doppelausruck und Falzung beidseitig lesbar, was die lästige Zupferei überflüssig macht, ob denn zufällig die richtige Seite des Umhängerlis nach vorn zeigt.

Wie wäre es denn, wenn Sie das bei Visitenkarten und Namensschildern auch machen würden? Könnte das für Ihre Interessenten, Besucher, Kunden, Liefranten hilfreich sein? Ich kann mir das gut vorstellen und es kostet nur ein wenig Nachdenken… Und glauben Sie mir: Man gewöhnt sich erstaunlich schnell an Fragen wie “Was ist eigentlich ein Businessblogbringer?”

Verwandte Beiträge

  • keine verwandten Beiträge