Knut Pankrath

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Neue Heimat Moabit Wohnzimmerkonzert

Erstellt von knutpankrath am Samstag 8. September 2012

Neue Heimat Jagowstraße

Gestern habe ich erstmals der Neuen Heimat Moabit in der Jagowstraße einen Besuch abgestattet. Es wird wohl nicht der letzte gewesen sein. Neue Orte sind nicht immer mein Ding. Aber reinkommen, hinsetzen und wohlfühlen war hier eine erfreulich kurze Angelegenheit. Vielleicht lag das mit an einigen bekannten netten Gesichtern, die ich im gefühlt studentischen Publikum und im Macherteam bemerkte. Ich weiß nicht, wer oder was zuvor an diesem Ort gewirkt hat. Jedenfalls wurden im gestern zugänglichen Teil Umbauten und Renovierungen in einem Umfang getätigt, der den Raum funktionell erschlossen hat, ohne dass – sagen wir mal so – ein Übermaß an Inszenierung stattgefunden hätte. Der Charme des Raumes ist eher gemütlich rustikal und bezieht seine erfreuliche Leichtigkeit aus viel Weiß an den Wänden sowie Stuckelementen.

Zur Bedeutung des Namens, dem Konzept der Veranstaltungen und anderen Besonderheiten nehmen sie am besten Kontakt mit den Machern auf. Das war mir gestern nämlich alles egal. Ich wollte Witterung aufnehmen und Musik hören.

das Wohnzimmerkonzert

Toll. Ich war bezaubert und berührt vom Auftritt einer jungen Frau, die mit Gitarre und Stimme dem Ohr und der Seele dreisprachig Freude bereitete. Vorgestellt wurde sie schlicht als Carole. Die ungeteilte Aufmerksamkeit des Publikums hat sie bemerkt und freudig benannt. Das fand ich ebenso sympatisch wie den sehr emotionalen Umgang mit wirklich herzlichem Schlußapplaus.

Den zweiten Konzertabschnitt bestritt mit Stimme, Gitarre, Mundharmonika, beinbetriebenem Rhythmusgerätschaft Kini Mod. Anders kraftvoll als die Dame des ersten Teils spielte er voll akustisch und bat zu Beginn das Publikum noch näher an die Bühne. Das war so freundlich wie überflüssig, sein Stimme und die anderen Musikkomponenten füllten problemlos den ganzen Raum. Neben hart gearbeiteten Passagen auf der Gitarre, die ich durchaus gern mal auf elektrisch verstärktem Gerät hören würde, gab es auch besonders poetische Momente: Nicht ohne Risiko wurde das Publikum gebeten, eine Phrase (?) wiederholt als Gerüst zu summen. Das hat 2 von 2 Mal für meine Ohren sehr gut geklappt. Einen größeren Teil seines Auftrittes wurde der Interpret von einer jungen Dame trefflich mit Violine gezupft und gestrichen begleitet.

Kultur zum Wahltarif

Der Eintritt zur Veranstaltung war frei. Zum Ende des Konzerts wurde ohne großes Trara ein Hut herumgegeben, der nach Gusto mit Münzen und Scheinen als Spende bestückt werden konnte.

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