Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

noch eine ServiceInsel

Erstellt von gemeinschaft am Montag 10. September 2007

Kürzlich hatte ich noch ein wenig Zeit vor einem Termin und ein großes Bucheinzelhandelsgeschäft lag auf meinem Weg zum Ziel des Abends. Also sprang ich kurz hinein und fragte in der meiner Ansicht nach passenden Abteilung nach Büchern zum Thema Blogs einen jungen Mann an, der mir am Auskunftsplatz soweit half, wie er es vermochte. Bei der über das vermutliche Normalmaß hinaus gehenden Frage, welche Bücher denn vor Ort am besten gingen, outete er sich dahin gehend, dass ein zu diesem Zeitpunkt nicht anwesender Kollege da näher an dieser Materie sei. Sprachs und benannte mir schriftlich Namen und E-Mail Adresse. Da ich ihm gegenüber – genauso wie dem Kollegen gegenüber in der Mail – deutlich etwas von meinen Rezensionen andeutete, kann die Freundlichkeit und qualifizierte Antwort nicht von unmittelbar bevorstehendem Umsatz diktiert gewesen sein. Schließlich erhalten Rezensenten von verschiedenen Verlagen schon mal kostenlose Rezensionsexemplare gestellt. So lautet meine Wertung kurz und prägnant: klasse Service!

Bevor Sie noch nachfragen müssen, bei welchem Buchladen das war: Kulturkaufhaus Dussmann.

Und bevor Sie als Ladeninhaber oder Dienstleister nach der Moral dieses Beitrags suchen: Zwei Mitarbeiter haben jeweils einige Minuten ihrer Arbeitszeit aufgewendet und nichts direkt verkauft. ABER: Sie haben sich als gute Repräsentanten ihres Hauses gezeigt, Umsatz für die Zukunft gesichert und etwas für die Mundpropaganda getan. Schaffen Sie und Ihre Mitarbeiter das auch? Wie können Sie das vielleicht noch besser? Ich denke darüber oft nach und hoffe, dass meine Kunden auf Grund meiner Leistungen mich auch zukünftig weiter empfehlen.

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