Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

OpenOffice.Org Base 3

Erstellt von gemeinschaft am Freitag 20. Februar 2009

OpenOffice.org Base 3
Subtitel: Erfolgreich in die Datenbankwelt einsteigen
Autor: Michael Mahrt
Verlag: O´Reilly
Preis: 29,90 €
Umfang: 380 Seiten
Ausführung: Broschiert; Beilagen: DVD & CD

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Das Buch in seiner 2. Auflage bietet, soweit ich das als ehemaliger Verkäufer von Sybase Datenbanken an Wiederverkäufer beurteilen kann, einen vollständigen Rundflug über die Landschaft aus Begriffen, die die Arbeit mit OpenOffice.org ausmachen.

Die verwendeten Fachbegriffe werden bei ihrer Einführung anfängerkompatibel gut beschrieben, so dass keine besonderen Vorkenntnisse für das Verständnis des Buches vorausgesetzt werden.

Das Buch bietet zahlreiche wirklich funktionierende step-by-step Beschreibungen, wie man bestimmte Ergebnisse erzielt. Man kann dadurch auch mal im geistigen Autopiloten eine Passage überfliegen und das Lernen aus der Automatisierung einer Schrittreihenfolge ableiten.

Der Autor erfreut seine Leser mit einer einfachen Sprache gemessen am komplexen Thema. Der Verzicht auf sprachliche Pirouetten hält vermutlich Leser bei der Stange, die eine do-it-yourself Reparaturanleitung einem filigran verfassten Roman vorziehen.

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Für meinen Geschmack – korrekte Verwendung von Markennamen hin oder her – hätten Autor und Verlag dem Leser einen Gefallen getan, die Bezeichnung „OpenOffice.org Base“ entweder komplett durch eine kürzere Zeichenkette zu ersetzen oder den Bandwurm wenigstens so selten wie möglich zu verwenden.

Auf den Seiten 76 und 77 sind Fehlermeldungen abgebildet, die deutsch und englisch auf unschöne Weise mischen. Ich gehe davon aus, dass das eher eine Richtung OpenOffice.org gerichtete Kritik ist und es sich nicht um eine unsaubere Installation mit folgend gedankenlos gemachtem Screenshot handelt..

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Wenn man will, dass jemand etwas kompliziertes lernt, geht das am besten über Sehnsucht oder ein vergleichbares positiv besetztes Gefühl, das zum Durchstehen des langen Pfades motiviert. Ob man das noch stärker hätte einflechten können?

Ist die Reduzierung auf benutzte Fachbegriffe und Standardredewendungen in dem Maße notwendig, dass sich eine gewisse Sprachmonotonie einschleicht? Ist meine diesbezügliche Wahrnehmung dem Thema geschuldet?

Ich habe mich mit ein wenig Abstand nach der Lektüre gefragt, ob dieses Buch in Lektionen zerlegt sich nicht gut als podcast machte. Der Rezipient hätte dann die Hände frei und könnte beherzt die Beispieldateien bearbeiten.

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wer sich für die Nutzung der Datenbankkomponente der OpenOffice.org Office-Suite entscheidet, findet im vorliegenden Buch eine empfehlenswerte Möglichkeit, sich schnell so in die Materie einzuarbeiten, das eine Nutzung der lizenzkostenfrei nutzbaren Datenbank sich wirklich rechnet.

Das in meinen Augen weitgehend gelungene Buch incl. DVD mit der Software, zahlreichen Beispieldateien und nützlichen Dingen drumherum kostet übrigens sehr viel weniger als das direkte Konkurrenzprodukt MS-Access, wie z.B.  hier bei Heise zu sehen ist.

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