Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

slide:ology

Erstellt von gemeinschaft am Freitag 22. Januar 2010

slide:ology
Subtitel: oder die Kunst, brillante Präsentationen zu entwickeln
Autor: Nancy Duarte
Verlag: O´Reilly
Preis: 34,90 €
Umfang: 276 Seiten
Ausführung: broschiert

Einstieg

Wie rezensiert man ein Buch, wo ein Zitat von Garr Reynolds die Rückseite ziert sowie Guy Kawasaki und Seth Godin ebenfalls ihren anerkennenden Knicks gemacht haben? Eher knapp. Weil vieles damit bereits gesagt ist.

Stammleser werden vielleicht bemerken, dass ich aus der bisherigen Form der Rezension ausbreche. Es war an der Zeit, das zuletzt einschränkende Gerüst erst einmal in Frage zu stellen.

Lob

Das gesamte Buch ist nicht nur geschrieben; es ist designt. Um eine weitere durch den medialen Sprachgebrauch trabende Begriffskombination zu verwenden: Hier wird Design gelebt. Bereits die zu Beginn als Mindmap aufbereitete Danksagung zeigt a) den hohen Anspruch des Buches und b) dass Autoren und Präsentatoren mit eigentlich einfachen Mitteln viel Effekt erzielen können.

Wer gern auf den Punkt informiert ist und Bücher zielgerichtet zur eigenen Weiterentwicklung nutzt, wird die durchgängig knackig kurz benannten Kapitelüberschriften in der Gliederung mögen. Es versteht sich beinahe von selbst, dass das Buch zahlreiche ebenso belegende wie belebende Beispiele für getroffene Aussagen anbietet.

Fragen, ggf. kritisch

Ich habe mich – bei der naturgemäß eher amerikanischen bzw. internationalen Liste von Kunden / Beispielen – gefragt, ob es so etwas wie amerikanisches bzw. europäisches Foliendesign gibt. Ich habe darauf keine abschließende Antwort, tendiere aber dazu, dass die Dimesion “wer hört wo zu” und wie sind dessen Erwartungen und Wünsche an eine Präsentation manche Technik eher erfordern und andere womöglich verbieten.

Ich habe tatsächlich etwas gefunden, was mir nicht gefällt an diesem ansonsten großartiegen Buch: Ich nenne es etwas spötisch das Mac-Syndrom oder die Designer-Krankheit. Bei aller Liebe zum gezielt eingesetzten Weißraum dürfen Hauptschriften für Fließtexte für meinen Geschmack nicht unter 2,5 mm und keine andere Schrift unter 2 mm hoch sein. Sind sie aber nach meinem ollen Geodreieck.

Fazit

Wenn die Lektüre jedes Fachbuchs so vergnüglich und lehrreich zu gleichen Teilen wäre, würde sich mancher Fortbildungsstau elegegant lösen lassen. Das optisch zum Mitdenken anregende Werk ist all denen zu empfehlen, die bereits wissen, dass vernünftige Präsentationen zu halten noch nicht zu den größten 3 Stärken eigenen Handelns gehört bzw. die sich in dieser geschäftlich wichtigen Kulturtechnik verbessern wollen.

Hier finden Sie eine Aufberereitung meiner anderen Rezensionen.

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