Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

  • Umfragen

    Sorry, there are no polls available at the moment.
  • Werbung

Strecke contra Strahl

Erstellt von gemeinschaft am Montag 1. September 2008

oder: Wirkung auf Interessenten mit oder ohne Ende

Die Vermarktung eines erklärungsbedürftigen Dienstes wie Businessblogs wirft zahlreiche Fragen auf. Zu meiner Freude habe ich gerade mal wieder eine Anregung erhalten, die mich ein wenig Mathematik repetieren lässt.

Viele werblich wirksame Maßnahmen haben etwas wichtiges mit einer Strecke gemeinsam. Von der sollten wir aus der Schule als Erinnerung mitbringen, dass sie über einen definierten Startpunkt sowie einen klaren Endpunkt verfügt. Neben ggf. physikalischen Maßen – im Print kaufen Sie im Zweifel Millimeter oder etwas korrekter Flächen – sind das meist Abschnitte auf einer Zeitachse, von denen Ihnen jemand mehr oder minder gut belegt weiß macht, dass das genau diese sind, welche Ihre Interessenten mit großer Aufmerksamkeit rezipieren. Das kann man so sehen, muss deshalb aber noch lange nicht so sein. Spätestens die Endlichkeit der eigenen Bemühungen sollte den Werbetreibenden grübeln lassen. Denn hier einmal aufgehört, ist die ganze gekaufte Aufmerksamkeit dahin.

Das muss aber nicht so sein. Der Strahl glänzt in der Mathematik durch einen definierten Startpunkt, der aber keinen festen Endpunkt am anderen Ende hat. Der Gedanke einer abgegebenen werbewirksamen Aussage, die ohne weiteres Nachzahlen immer noch wirkt, hat doch etwas, oder? Wenn man sich gedanklich von den gängigsten vermeintlich messbaren Werbewegen (siehe z.B. diese Story) trennt, gibt es da einiges, was diesem Muster entspricht. Ich beschränke mich hier auf den Hinweis, dass ein einmal geschriebener Blogeintrag seine Wirkung über Monate wenn nicht gar Jahre später entfaltet. Auf jeden Fall bietet das Werkzeug Businessblog eine Möglichkeit zur echten multidirektionalen Kommunikation, die auf Nachhaltigkeit angelegt ist. Das ist etwas, was aus meiner Sicht in jedem Unternehmen geradezu natürlich angelegt ist. Wer gründet schon, um nach kurzer Zeit am Ende zu sein?

Es besteht also vereinfachend zusammengefasst keine Notwendigkeit, proportional für den Sendeumfang einer Botschaft Geld auszugeben. Es ist gut denkbar, mit einem Businessblog eine eigene kostengünstige Sendeeinheit aufzusetzen und diese geeignet mit Hirnleistung und/oder Geld zu promoten.

P.S. Der Inspirator meines kleinen Vergleichs ist übrigens mal wieder Martin Oetting, der hier die schickere weil konkretere Überschrift hatte. Die darin gegensätzlich verwendeten Begriffe “enden” und “nicht” haben es einfach in meinem mathematischen Vokabelcluster klingeln lassen. Danke Martin!

  1. Nachtrag
    Den hier aufgenommenen Gedanken führe ich hier weiter.

Verwandte Beiträge

Ein Kommentar zu “Strecke contra Strahl”

  1. Martin Oetting sagt:

    Na so muss das doch sein – dass Gedanken da Gedanken hier auslösen. Und umgekehrt. Bei mir setzte der Gedanke ja am Teilnehmer an und an dessen Einstellung. Wenn man es jetzt auf den Content beziehen möchte, wäre ein “Werbestrahl ja beispielsweise eine gute merkbare und weitererzählbare Geschichte zur Marke, die die Runde macht. Oder ein wirklich gut gemachter viraler Werbefilm (von denen es aber wenige gibt…). Und noch besser wird dann der Werbestrahl, wenn er nicht nur sich selbst, sondern gleich das Produkt mit verbreitet.