Knut Pankrath

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Kandidatur Stadtteilvertretung Turmstraße?

Erstellt von knutpankrath am 3. März 2015

Es gibt eine ganze Reihe von Gründen, warum mensch seine Kandidatur bei der Wahl zur Stadtteilvertretung Turmstraße in Erwägung ziehen könnte.

  • Das Wohlergehen von Moabit.
  • Die echte oder eingebildete Möglichkeit, Einfluss auf Prozesse und Entscheidungen nehmen zu können.
  • Die Menschen, für die man das tut.
  • Die Menschen, mit denen man das macht.

Ich bin seit Jahren Mitglied im Quartiersrat Moabit-West. Von der Basis kommende formalisierte Gremienarbeit mit seinen schönen und weniger schönen Momenten kenne ich also. Das beschreibt grob die Stimmung, in der ich am 2. März 2015 die Auftaktveranstaltung zur Wahl der Stadtteilvertretung Turmstraße in der Heilandskirche besuchte.

Ich habe extra ein paar Stunden mit dem Verschriften meiner Wahrnehmung gewartet, um der Möglichkeit Zeit zu geben, dass ich meinen ersten Eindruck korrigieren möchte. Aber nicht immer legt sich Pulverdampf…

Ich habe weder gezählt noch ein belastbares Schätzungsverfahren angewendet, würde die Teilnehmerzahl der Veranstaltung aber als grenzwertig schwach bezeichnen. Die Formulierung, es habe noch freie Plätze gegeben, würde die zahlreichen großen Lücken in der Bestuhlung kleinreden.

Was ich übrigens ausdrücklich loben möchte, ist die leider notwendigerweise zuweilen stimmlich energische Sitzungsleitung durch Andreas Wilke.

Was mich ernsthaft zweifeln lässt, ob eine Kandidatur dem Kiez etwas bringt und die Lebensqualität nicht dadurch beeinträchtigt werden könnte, waren leider Menschen. Genauer gesagt waren es 3/5 des Sprecherrats, die sich nicht an getroffene Absprachen halten wollten oder konnten.

  • Rainer “dirty-talk” Balcerowiak nutzte Zeit zum Fragenstellen für eine platte politische Generalkritik an dem Gremium, in dem er offensichtlich keine Mehrheiten für seine Ideen findet. Im Sport nennt man das Nachtreten, in konservativen Kreisen Nestbeschmutzung. Auf jeden Fall ganz kleines Kino.
  • Rudolf “eingebautes Dauerrederecht” Blais schmollte, schwadronierte und sprechdurchfallte unbeeindruckt von Ordnungsrufen der Sitzungsleitung und offensichtlich spürbarem Desinteresse der in Zuhörergeiselhaft befindlichen Menschen vor Ort. Phantasien von Moderationswurfgeschossen aus Schaumstoff kamen auf, ich dachte an Football und wünschte mir im Laufe des regelunkonformen Monologs einen harten Quarterback Sack.
  • Charalambos “gnadenlos” Roussos beklagte unter vielfacher Wiederholung des Begriffs gnadenlos, dass er gefühlt keinen Baum im kleinen Tiergarten hat retten können. Seine erschlichener Werbespot war wenigstens persönlicher und einladender und nicht persönlich attackierend.

Dass [mögliche] Kandidaten für die Wahl entgegen getroffener Absprachen sich Redezeit für Abrechnungen und Wahlwerbung erzwingen, die anderen Kandidaten mangels einer Erklärung ihrer Kandidatur so nicht zur Verfügung steht, finde ich ein starkes Stück. Welches Demokratieverständnis steht hinter einer solchen nach außen getragenen Haltung?

Ich danke übrigens gern Mignon Gräsle und Christel Christensen, die das in meinen Augen unfaire werbliche Verhalten ihrer männlichen Sprecherkollegen nicht aufgegriffen haben. Vielleicht lernen die Herren ja von den Damen noch was…

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