Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Transparenz in der Kommunalpolitik

Erstellt von knutpankrath am Donnerstag 1. Dezember 2011

Der Bezirksverordnete in Berlin-Mitte Thorsten Lüthke hatte für den 30.11. ins Rathaus Tiergarten zur Veranstaltung unter dem Titel Transparenz in der Kommunalpolitik geladen und gut 20 Menschen kamen zum Gedankenaustausch zusammen.

Eine inhaltliche Zusammenfassung in Form eines Protokolls erwarte ich irgendwann auf der Zeitleiste vom Gastgeber (wird dann verlinkt), so dass ich mich auf Details beschränke, die als subjektive Schlaglichter hoffentlich interessant für Sie sind.

Unter den gut 20 Personen war die Verteilung nach Geschlechtern mal auffallend ungleich. 2 Frauen umzingelt von so vielen Männern… Weniger überraschend war, dass auf einer von einem SPD Mitglied ausgerichteten Veranstaltung dieses Themas 3 bekennende Piraten aus BVV und dem Berliner Abgeordnetenhaus aufliefen. Tut sich da was im politischen Klima? Raus aus der Wagenburg und rein in den problemlösenden Diskurs fände ich ja sehr zeitgemäß für alle Akteure.

Als thematisch glanzbringender Gast war der junge Bundestagsabgeordnete Lars Klingbeil geladen. Er ist u.a. netzpolitischer Sprecher der SPD.

Lars Klingbeil, Bild Wikipedia

Lars Klingbeil, Bild: Wikipedia

Ich fand es gelegentlich ein wenig schade, dass mancher Besucher weit am Thema vorbei zu arg lokalen kleinteiligen Themen koreferierte und Zeit für tiefer gehenden Austausch nahm. Insbesondere die sich austauschende Achse Klingbeil mit den Piraten fand ich sehr spannend und hätte gern mehr davon gehabt.

Ausgesprochen unangenehm war der Auftritt eines bezirksweit bekannten Berufsquerulanten und fleischgewordenen Trolls, der auch nach Einwirkungsversuch der Diskussiosleitung zeitraubend weiter schwadronierte. Seine Einlassungen waren für meinen Geschmack wenigstens überwiegend  am Thema vorbei und kommunikationsgewalttätig. Wenn das Menschen sind, die etwas an unserer Welt verbessern möchten, fürchte ich um Diskurskultur und gemeinsames Verständnis von Fairness. Es kostet mich ehrlich gesagt Überwindung, die überall im Kiez ungeschoren davon kommende Diplomnervensäge nicht beim Namen zu nennen.

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