Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Uferbaustelle Wikingerufer – uferlos?

Erstellt von knutpankrath am Donnerstag 23. Februar 2012

Dieser Beitrag bezieht sich als Fortsetzung auf den Vorgänger Moabiter Baustelle im Dornröschenschlaf?

Pressestelle korrigiert sich

Bei meinem Erstkontakt erhielt ich eine Nachricht von der Pressestelle, die bis auf ein Wort dem Text des Bauschildes entsprach. In der E-Mail wurde an einer Stelle – offenbar etwas zu mutig – das Wort “zeitnah” verwendet. So erklärt sich für Sie hoffentlich der nach dem Bild folgende E-Mail Dialog.

Bauschild

ohne "zeitnah" 8-)

Meine Anfrage lautete:

[Anrede,] über 80 Tage nach Ihrer Antwortmail (Jules Vernes Romanheld Phileas Fogg umrundete in dieser Zeitspanne immerhin die Erde.) würde ich gern wissen, was inzwischen Stand der Dinge ist. Können Sie freundlicherweise auf Basis Ihnen vorliegender Informationen terminierte Aussagen zu Planungsstand, geplantem Umsetzungszeitraum, erhofftem Baubeginn treffen?

Mit freundlichen Grüßen
Knut Pankrath

Die um Namen bereinigte mir inhaltlich nicht schmeckende Antwort lautete:

Sehr geehrter Herr Pankrath,
die von mir “zeitnah” angekündigten Suche nach einer Lösung durch
die Abteilung Tiefbau der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung,des Wasser- und Schifffahrtsamt Berlin, der
Wasserbehörde des Landes Berlin, dem Landesdenkmalamt und dem
Bezirksamt Mitte hat für die Umsetzung der Maßnahme folgendes
ergeben: Vor dem Hintergrund der aktuellen Haushaltslage im Land
Berlin (vorläufige Haushaltsführung gemäß Artikel 89 der
Verfassung von Berlin) ist frühestens im Juni 2012 eine Vergabe
externer Planungsleistungen möglich. Für den Planungs- und
Genehmigungsprozess ist mindestens 1 Jahr zu veranschlagen, so
dass nach einem Vergabeverfahren (6 Monate) für die Bauleistungen
frühestens Anfang 2014 mit Baumaßnahmen zur Wiederherstellung der
Standsicherheit der Uferwand (voraussichtlich Neubau) begonnen
werden kann. Bei weiteren Rückfragen wenden Sie sich bitte direkt
an die Abteilung Tiefbau der Senatsverwaltung für
Stadtentwicklung und Umwelt (Ansprechpartner). [Grußformel Unterzeichner]

Gemessen daran, wie klein das alles angefangen hat, fühle ich mich irgendwie an den Blaumilchkanal von Ephraim Kishon oder auch athmospärisch an Franz Kafka mit dem von ihm so trefflich erzeugten Gefühl von Unfasstbarkeit, Beklemmung und anderen meist eher spaßabgewandten Emotionen erinnert. Wie geht es Ihnen mit so einer Nachricht?

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Ein Kommentar zu “Uferbaustelle Wikingerufer – uferlos?”

  1. Abraumwildkrautbewirtschaftung | sagt:

    [...] Ich hatte zuletzt im Februar berichtet. [...]