Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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upwriting

Erstellt von gemeinschaft am Montag 4. Mai 2009

oder: Warum sollten Unternehmer, Gründer und Bewerber bloggen?

Als nur noch sehr gelegentlicher Co-Nutzer kurzperiodisch bedruckter Hölzer (Tageszeitungen) stolperte ich über einen Beitrag mit Schreibcoach Ulrike Scheuermann, der mich zu inhaltlicher Anlehnung, überwiegender Zustimmung und weiteren Aussagen inspiriert hat. In der Printausgabe der Berliner Zeitung finden Sie den Beitrag von Andrea Frey im Buch Beruf und Karriere auf Seite S1. Auch das online-Archiv des Blattes stellt den Artikel mit dem prägnanten Titel Schreib dich nach oben zur Verfügung.

Der einleitende verbale Paukenschlag für alle, die keine Zeit für Schnörkel oder mißverständliche sowohl-als-auchs haben, lautet wie ich finde treffenderweise: Wer reden kann, macht Eindruck, wer schreiben kann, macht Karriere.

Was daran ist aus Sicht des Businessblogbringers besonders hervorzuheben?

  • Abgesehen von kleiner werdenden Minderheiten, die das Internet nicht nutzen können oder wollen, ist dieses inzwischen – mindestens gefühlt – DAS Massenmedium unserer Zeit.
  • Die aktuell entscheidenden Dienste (Suchmaschinen), die das Bindeglied zwischen Inhalten und potentiellen Nutzern darstellen, basieren auf der überwiegend automatisierten Auswertung von Texten mit Hilfe von Schlagworten, Ontologien, Nutzern und mehr oder minder komplexen Hilfsprogrammen.
  • In der geschäftsorientierten Welt gibt es meiner Ansicht nach im Kampf um Begriffe und deren Deutungshoheit exakt zwei Möglichkeiten: 1. Sie schreiben selbst darüber oder engagieren diese Aufgabe übernehmende Dienstleister und sichern sich Ihren Teil der Wiese. 2. Sie schauen zu, wie jemand anderes das tut und sich Ihr Wiesenstück aneignet. Oder es heisst plötzlich: Hilfe, ich wurde gebloggt.

Als Schreibcoach erklärt Ulrike Scheuermann naheliegender- und nützlicherweise ihre theoretisch schlüssig wirkende Methode, aus weniger geübten Schreibern solche zu machen, die damit vorwärts kommen können. Auch wenn der eine oder andere schreibunlustige Leser jetzt mit den Augen rollen sollte: Es wird im Zusammenhang mit dem Schreiben aus meiner Sicht völlig zu Recht der Begriff Schlüsselkompetenz verwendet. In Anlehnung an den Begriff uptrading, der grob gesagt eine Bündelung von Maßnahmen darstellt, die z.B. ein Handelsunternehmen weg vom Verramscher hin zu einem geschätzten Lieferanten für jeden Tag umpositionieren soll, möchte ich das gern upwriting nennen. Der Beitrag beschreibt auch, welche Zielgruppen der Schreibcoach bereits und zukünftig bedient.

Was fehlt mir oder ist mir noch nicht prägnant genug?

  • Die so klar pointierte Aussage, dass die Selbstveröffentlichung inhaltlich und sprachlich ansprechender Inhalte den eigenen Marktwert bis hin zum erzielbaren Stundensatz erhöht.
  • Eine Aussage, die die verschiedenen Kanäle für eigeninitiierte Inhalte nach Zielrichtung, Nützlichkeit, Reichweite und anderen Kriterien bewertet.

Mir ist schon klar, dass das den ursprünglichen Beitrag in der Zeitung überfrachtet hätte. Die Kernaussage wäre weniger knackig und der Leser verwirrter gewesen. Also wäre es auch unfair, das von einem Interview in diesem Rahmen zu verlangen. Aber weiterdenkenswert finde ich meine Punkte schon. Wo ich das gerade meinen Denkprozess ein wenig mitprotokollierend schreibe, frage ich mich, ob ich nicht hier die Einladung an Ulrike Scheuermann aussprechen sollte, nach gemeinsamen Themen und Möglichkeiten zu schauen und miteinander zu sprechen?

Vielleicht lassen sich aus Schreibkompetenz und Veröffentlichungskompetenz ja hübsche Pakete schnüren, die den Interessenten mehr bringen als die jeweiligen Einzelangebote?

Hier nun formell und explizit: Liebe Frau Scheuermann, wenn Sie das Gefühl haben, dass wir uns zum eigenen geschäftlichen Wohle und dem unserer Kunden mal auf ein passendes Getränk zusammen setzen sollten, freue ich mich sehr über ein Lebenszeichen Ihrerseits! Ein Kommentar meines Beitrags ist dazu ebenso möglich wie die Nutzung der Kontaktseite, die formeller und maulfauler daherkommt, als ich mich meist gebe.

Wer übrigens solche Dinge wissen will, warum ein Blog Suchmaschinen mehr beeindruckt als ein CMS und dieses mehr als eine traditionelle Webseite, darf natürlich auch gern Kontakt mit mir aufnehmen. 8-)

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