Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Vorschule des Lebens

Erstellt von knutpankrath am Freitag 14. Mai 2010

Fachrichtung Biologie

Gelegentlich staune ich, mit welchem Aufwand an Material und Getue Kinder von Eltern oder Erziehern an Dinge herangeführt werden, für die sie sich später staatlich kontrolliert zu interessieren haben. Gemeint ist damit Unterrichtsstoff.

Wie einfach hingegen ist es, selbst in einer Großstadt wie Berlin als aufmerksamer Beobachter und Chancenerkenner gleich fächerübergreifend etwas anzubieten, was auch mit 2 3/4 Jahren ohne Druck zu im weitesten Sinne nützlichen Lerminhalten hinführt.

In der Nähe des Schleusenkrugs im Berliner Tiergarten haben derzeit 2 Paare Kanadagänse zusammen 14 Küken. (Biologie) Da passen beide Mammas und beide Pappas zusammen auf alle Babies auf. (Sozialverhalten) Wenn man als Mensch zu forsch auf die Vögel zugeht, flüchten sie oder fauchen irgendwie bedrohlich. Ist man behutsam in der Annäherung oder überlässt diese sogar dem durchaus neugierigen  und Menschen gewohnten Federvieh, kommt man näher heran. (Verhaltensforschung) Und wenn man dem Zielfedervieh in zu keckem Bogen etwas fressbares zuwirft, schnappen es sich die Spatzen im Flug.

Gänsefamilie

(Bild anklicken für größere Darstellung)

Auf meine Frage zu Hause, ob wir uns das Vergnügen des Gänsebesuchs bald nochmal gönnen wollen, kam leuchtenden Auges ein töchterliches ja. (Freude am Lernen und Beobachten und Machen) “Sind die Gänse da (im Park) zu Hause?” fragte meine Tochter übrigens irgendwann von selbst. Menschen und Tiere leben also an unterschiedlichen Orten. Ganz schön gut beobachtet.

Sie haben keine Gänse mit Küken in der Nähe? Muss ja nicht. Enten, Tauben, Spatzen oder andere Pieper tun es auch. Und diese “kontrollierte Wildnis da draußen im Park”  scheint mir um einiges spannender und damit eindrücklicher zu sein, als gängige eingesperrte Haustiere…

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