Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Wahlabbruch Stadtteilvertretung Moabit

Erstellt von knutpankrath am Dienstag 12. März 2019

Neben dürren oder aus meiner Sicht  nicht berichtenswerten Fakten schreibe ich hier gern ein paar Fragen auf, die sich mir gerade stellen:

  1. Wie passen Einmarsch an den Wahlort mit Gepose und Rückzug über einen Hinterausgang in euer Bild eines Kandidaten?
  2. Was ist über temporär gesteigerte Aufmerksamkeit hinaus heute gewonnen worden?
  3. Für die Stochastiker unter euch: Wie hat sich die Wahrscheinlichkeit für die Wahl oder Nichtwahl eines bestimmten Kandidaten durch die Verschiebung des Termins geändert? (Spoiler: vermutlich gar nicht)
  4. Wie viele der Menschen vor Ort waren wohl wahlberechtigt?
  5. Wie ist es zu bewerten, dass vielleicht nicht Wahlberechtigte den Ausschlag für den Abbruch gegeben haben und damit Wahlberechtigte in Ausübung ihrer Rechte behindert haben?

Wenn ich mir die bisherige Geschichte der Stadtteilvertretung vors innere Auge zerre, habe ich eine merkwürdige Idee, über die ich besser nichts verrate, sonst schnappt die Falle nicht zu…

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2 Kommentare zu “Wahlabbruch Stadtteilvertretung Moabit”

  1. Oldi sagt:

    Es kam ja zu keinem Abbruch sondern zu einer Vertagung. Dies weil die Wahlorganisation nicht darauf vorbeireitet war das eine unverbindliche Stadtteilvertretung solch Mobilisation erreicht, wenn ein offensichtlicher Nationalsozialist (zur Wahlkampfwerbung auf Youtube unterschied er zwischen BRD-Deutschen und Ariern, stimmte zu das bei solchen Verhältnissen wie in Moabit schon wer ein Nazi werden könne, übersetzt für Holocaustleugnerinnen oder gedenkt Rudolf Heß) versucht diesen Kiez zu repräsentieren. Walla, ich mein Moabit. Und für seine Wahlwerbung sprach er nicht mal nicht nicht-Weiße an, sondern schloss eine Passant:in aus, weil diese zu >polnischLügen über die ShoahWir wollen Wählen!< – dann muss diese Wahl eben erneut durchgeführt werden (und nicht etwa abgebrochen).

  2. Svenson sagt:

    2. Der Erfolg (ich betrachte es so) solcher Aktionen ist wichtig für diejenigen, die sich gegen antidemokratische Tendenzen engagieren. Vermutlich ist dieser temporäre Gewinn schon höher zu bewerten als der mögliche Schaden, die der “Volkslehrer” hätte anrichten können.
    4. Vermutung: Die Meisten.
    5. Niemand hat wohl mit diesem Ausgang gerechnet. Insofern ist die Frage ohne Belang. Auch wenn vielleicht einige enttäuscht waren, die Symbolik der Aktion war positiv.

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