Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Welttag gegen Internetzensur

Erstellt von gemeinschaft am Donnerstag 12. März 2009

Die Gedanken sind frei

Das ist ein altes Lied, das immer mal wieder aktuell wird…

Viele haben sich an das wohlige aber womöglich täuschende Gefühl gewöhnt, dass in Sachen Meinungsfreiheit in den deutschsprachigen Ländern, bei nähergelegenen Nachbarn und auch sonst zunehmend alles in bester Ordnung sei. Das kann man so sehen, muss man aber nicht. Vermutlich gibt es sogar kritische Geister, die derzeit sagen, das dürfe man gar nicht.

Der Hang auch prinzipiell freiheitlich-demokratisch organisierter Staaten nach mehr Kontrolle und dem von vielen als unangemessen wahrgenommen Blick auf Kommunikationsdaten aller Art nimmt zu. Kaum eine große Gruppe von Menschen steht mit der klaren Forderung auf, dass es eigentlich kaum anders sein dürfte, dass das “alte” Postgeheimnis auf alle anderen aktuellen und “neuen” Kommunikationswege auszuweiten sei, statt diese nur neuen aber nicht grundsätzlich anderen Arten von Gedankenaustausch via Massendatensammlung pauschal in die Nähe der Kriminalität zu rücken.

Anlass dieses an dieser Stelle etwas untypischen politiknahen Beitrags ist der Welttag gegen Internetzensur, zu dem der Verein Reporter ohne Grenzen diese Pressemitteilung veröffentlicht hat.

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Warum der Beitrag hier steht? Ich will nicht, dass Daten zu meiner Internetkommunikation – oder die meiner Kunden, Geschäftspartner, Freunde und Verwandten – ohne Vorliegen eines Anfangsverdachts pauschal wie ein Beweismittel gegen Kriminalität gesammelt wird. Ich will, dass alle Nutzer der Dienste von bblogs.de (Autoren wie Leser) und anderer Webdienste ebenso angstfrei schreiben, denken, lesen, kommentieren und sich austauschen können, wie unsere Grundgesetzväter und -mütter das für Bereiche außerhalb des Internets schon für uns in Paragrafen gegossen haben.

  1. Nachtrag
    Der besonnen schreibende und fundiert argumentierende Jan Tißler hat sich hier deutlich zur bedrohten Netzfreiheit geäußert.

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