Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

Bürgersinn

Ehrenämter

Ich habe meiner Stadt Berlin und meinem Land Deutschland an verschiedenen Stellen freiwillig gedient, weil ich das richtig finde. Ich war so unter anderem mehrfach Wahlhelfer für Wahlen zu Abgeordnetenhaus, Bundestag und Europaparlament. Ehrenamtlicher Richter (sprich: Schöffe) war ich ebenfalls einige Jahre. Derzeit investiere ich einige Zeit als Quartiersrat.

politische Einmischung

Als gern selbst denkender Mensch mit einem bunten Spektrum an Erfahrungen und Vorstellungen passe ich nach eigener Einschätzung nicht in eine Partei oder ähnliche auf mich starr wirkende Strukturen. Deshalb beziehe ich ggf. mit anderen wie beim Elternprotest gegen die voreilige Schließung der Wartburg Grundschule oder allein wie bei der online Petition Spielhallen Stellung.

Ich verrate nicht zu viel, wenn ich meine Skepsis ausdrücke, ob die offizielle Politik immer so energisch, zielsicher und zukunftsfest agiert, wie sich das ein mitdenkender Bürger wünscht. Deshalb sehe ich meine Rolle darin, auch mit öffentlichem Druck Themen und Lösungsansätze auf die Tagesordnung zu bringen, die ansonsten womöglich verloren gingen.

Kiezsupport

Ich glaube daran, dass ein Kiez von denen lebt, die aktiv mitmachen. In meiner derzeitigen Heimat Moabit gibt vermutlich eine ähnliche Mischung von Machern und Zuschauern wie andernorts. Ich mag an diesem Ort lieber (mit-)gestalten als mich tatenlos in den Chor der Nörgler und Besserwisser einzureihen. So habe ich es z.B. als Ehre und nicht als Arbeit angesehen, den inoffiziellen Bürgermeister bei seiner Amtsantrittsparty als Moderator zu unterstützen. Die ausgebliebene Blamage für meine Darbietung motiviert mich, zu gegebener Zeit auch anderweitig öffentlich “ für 21” da zu sein.

Kindererziehung

Hierunter verstehe ich keinen Dressurakt, bei dem ich als vermeintlicher Besitzer ewiger Wahrheiten ein junges Wesen in die gewünschte Form presse. Vielmehr will ich meine Werte vorleben, gefragte Inhalte anbieten und das wichtigste: da sein. Das schreibt sich locker dahin, ist aber eine Arbeit, für die jeder Respekt verdient, der sich dem ernsthaft stellt.

Ich habe seinerzeit gern die Partnermonate als Teil des neuen Elterngeldes (so genanntes Wickelvolontariat) genommen. Und seit gut 2 Jahren ist der Weg von zu Hause zum Kinderladen sowie vom Kinderladen nach Hause in zu geschätzten gut 80% meine Aufgabe. Die den anderen Elternteil entlastenden Transport- bei mir sprich Laufkilomter sind natürlich nicht so wichtig wie das, was Kind und Vater dabei im Binnenverhältnis und im Dialog mit der Umwelt erleben…