Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Wie man Aufträge angelt und mit Fischen spricht

Erstellt von gemeinschaft am Dienstag 17. Juli 2007

So heisst ein Buch. Genauer gesagt heißt so ein gutes Buch aus dem Graco Verlag Berlin, das Volker Remy geschrieben hat. Ich habe es gelesen und werde es jetzt rezensieren. Das tue ich jetzt hier, nachdem die letzten beiden Buchbesprechungen (Klaus Eck, Corporate Blogs sowie Groß/Boden/Boden, Munterrichtsmethoden) auf der Seite der Lösungsbäcker erschienen sind. Aber das Thema gehört einfach hierher.

Der gewählte Titel ist für den komplexen Vorgang der Auftragsgewinnung in mehrfacher Hinsicht gut treffend. Er referenziert die Eigenschaft Geduld und widerspricht billigem Marktgeschrei. Die ansprechende Buchausstattung mit schöner Gestaltung, einer treffsicheren Bildauswahl, haptisch angenehmem Papier und dem Cover, welches den Titel gut unterstreicht, sind schon einmal ein gutes Beispiel dafür, wie man über gute Inhalte hinaus seine Angel nach Buchkonsumenten auswirft.

Die Grobstrukturierung des Buches in drei Sequenzen verstehe ich als Hinweis auf das prozesshafte in der Kundengewinnung. Auf der Stufe darunter wird der virtuos humorvoll vorgetragene Inhalt fachchinesisch vermeidend bild- und beispielhaft und beinahe durchgängig in passender Leserködergröße dargeboten. Die sehr wenigen Stellen, bei denen man eine noch stärkere Zergliederung hätte vornehmen können, waren inhaltlich und athmosphärisch für mich so dicht, dass ich erst später bemerkt habe, dass ein Absatz oder eine Zwischenüberschrift mehr dem in der Materie weniger geübten Leser noch mehr Halt bieten könnte.

Den größten Nutzen können aus diesem Buch alle ziehen, die bei der Kundengewinnung auf mittelgroße bis große Fische gehen, um das Bild von Volker Remy aufzunehmen. Er nimmt den Leser am Ufer – oder im Boot – den klassischen Weg vom Kontakter bis zum Pitch mit und zeigt an allen entscheidenden Stellen auf, dass uns wie mit mehr Einsatz von Köpfchen und zeitgemäßeren Methoden jeder gute Ergebnisse erzielen kann. Dabei wirkt jeder Schritt und Hinweis nachvollziehbar und ist offensichtlich praktisch erprobt.

Der Preis von 14,98 (jawohl!) entspricht z.B. einer halben Backeinheit bei den Lösungsbäckern oder ein paar Minuten Arbeit eines Beraters. Da kann das Fazit für die Zielgruppe nur heissen: Kaufen! Lesen!! Anwenden!!!

Eine Frage treibt mich noch um, die vielleicht der Autor oder einer der Leser dieser Seite beantworten kann: Wie sind die Rezepte auf eher kleinpreisige oder konfektionierte Standardprodukte und -dienstleistungen übertragbar?

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