Knut Pankrath

Dienstleister und Mensch

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Wird Bezirksreform von Berlin abgewickelt?

Erstellt von knutpankrath am Donnerstag 25. Oktober 2012

Dass in der Region Berlin-Brandenburg Neubauten wie z.B. Flughäfen gern mal etwas länger dauern, dafür aber das Wort Kostenrahmen eher Kabarettisten und den Rechnungshof Berlin als die Haushälter des Abgeordnetenhauses handfest umtreibt, ist so einladend als Anlass für bissige Texte wie traurig für meine Heimatstadt Berlin.

Nun habe ich aber – so was von exklusiv – etwas aufgedeckt, was so schockierend ist, dass ich anderen Berliner Medien wie Berliner Abendschau, dem Tagesspiegel und selbst Radio 1 den Mut abspreche, meinen Beitrag aufzugreifen und zu verlinken. O tempora o mores!

Das folgende Bild mag Ihnen harmlos erscheinen, aber lassen Sie sich nicht täuschen. Es könnte System dahinter stecken. Auf der offiziellen Webseite der Stadt Berlin werden auch Lokalnachrichten angeboten. Um sich die für den eigenen BEZIRK anzeigen zu lassen, kann man den Bezirk des eigenen Interesses per dropdown-Feld auswählen. Und was sehe ich da als jemand, der im Zahlenraum bis 100 seit Jahrzehnten keine diagnostizierten Probleme hat? Es gibt dort 23 Bezirke. Ich bin erstaunt. Dachte ich doch, dass die unterschiedlich begeistert rezipierte Bezirksreform bzw. Verwaltungsreform zum Jahre 2001 uns zur Zahl 12 geführt hat.

Bezirksreform retour

Vorbote Bezirksreformabwicklung?

Da werfen sich Fragen auf:

  • Wird die Verwaltungsreform wieder rückgängig gemacht?
  • Ist der Betreiber von berlin.de nicht informiert worden, dass es keine 23 Bezirke mehr gibt?
  • Hat man etwa keinen ordentlichen Begriff für die Körperschaften, die kleiner als ein Bezirk aber größer als ein Ortsteil sind? Namensvorschlag: Bezirk in den Grenzen von 2000 oder Altbezirke.

Anders ausgedrückt: So wie derzeit finde ich das doof, inkorrekt, irreführend und rückwärtsgewandt. Doof, weil ich es nicht mag. Inkorrekt, weil es schlicht nicht stimmt. Irreführend, weil gerade Besucher der Stadt und Neuberliner die realitätsabweichende Aussage ernst nehmen könnten. Rückwärtsgewandt, weil es einen nicht mehr existenten Zustand als noch existierend verfestigt.

Ich finde, dass das leicht korrigierbar wäre. Und es sollte auch korrigiert werden. Oder?

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